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Bortfelder radeln auf der „Sperlingslust“

Bortfeld Bortfelder radeln auf der „Sperlingslust“

Bissiger Wind, Regen, klirrende Kälte – nicht gerade das typische Wetter, um mit dem Fahrrad von Bortfeld nach Wendeburg zu fahren. Doch den Ortsrat von Bortfeld stört das nicht. Er hat am Sonnabend nach langem Hin und Her dem Radweg endlich einen offiziellen Namen gegeben: Sperlingslust.

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Gaben dem Radweg an der L475 einen Namen (v.l.): Rolf Scharringhausen, Henning Maasberg, Detlef Böntgen, Carsten Jahns, Ortsbürgermister Wolfgang Brandes und Dr. Sabine Jäger. Brandes enthüllte das Schild (Bild rechts).

Quelle: ju

Bortfeld. „Im Sommer kann das ja jeder, wir enthüllen unser Namensschild lieber im Winter“, lachte Ortsbürgermeister Wolfgang Brandes (CDU) bei der Enthüllung des Schildes und griff zum Messer.

Nur wenigen Handgriffe, dann war die Folie entfernt und das handgravierte Holzschild gab den neuen Namen frei: Wer künftig auf dem Radweg zwischen Bortfeld und Wendeburg entlang der Landstraße 475 fährt, befindet sich nun auf der „Sperlingslust“.

„Das ist eine alte Flurbezeichnung für diese Ecke an der Bortfelder Straße“, erklärte Brandes. Früher hätten an der Ecke zur Breslauer Straße viele Bäume und Büsche gestanden. „Da saßen viele Sperlinge drin und da war immer mächtig was los“, so Brandes weiter. „Als dann in den 1920er Jahren dort angefangen wurde, zu bauen, hieß diese Ecke der Siedlung immer Sperlingslust.“

Die Idee, dem Weg überhaupt einen Namen zu geben, kam allerdings nicht aus dem Ortsrat. Im vergangenen Sommer hatte quasi über Nacht plötzlich ein Schild an dem viel genutzten Radweg gestanden. Die Aufschrift: Pippelweg (PAZ berichtete). „Pippel ist die altdeutsche Bezeichnung für Pappel“, erläuterte der damalige Ortsbürgermeister Hennig Maasberg (CDU) seinerzeit. „In der scharfen Linkskurve jenseits des Mittellandkanals stand einst eine riesige Pappel. Sie war wie ein Grenzbaum zwischen Wendeburg und Bortfeld.“

Doch der Ortsrat war über die Namensgebung nicht informiert worden. „Wir wollten uns keinen Namen aufdrängen lassen“, erklärte Brandes am Sonnabend. „Aber die Idee, dem Weg einen Namen zu geben, fanden wir gut – zumindest bis zum Mittellandkanal.“

Also schlugen die Parteigenossen Brandes und Maasberg dem Ortsrat den Namen „Sperlingslust“ vor. „Wir sind beides alte Bortfelder“, so Brandes. „Und die jüngeren im Ortsrat konnten wir mit dem Namen sofort begeistern.“

Wendeburgs Gemeindeheimatpfleger Rolf Ahlers, der seinerzeit die Idee zum Pippelweg hatte, sei mit dem neuen Schild einverstanden. „Er setzt sich auch immer für alte Flurbezeichnungen ein“, versichert Brandes. „Die Jugend vergisst so etwas oft. Mit dem Schild wollen wir den Namen wieder in Erinnerung bringen.“

ju

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