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Lengede/Vechelde/Wendeburg Bergbau-Exponate und das Grubenunglück
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Bergbau-Exponate und das Grubenunglück
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08:00 25.07.2014
Ein Bohrturm ist in der Nacht vom 5. November 1963 auf dem Gelände der Grube Mathilde in Lengede in Betrieb, um einen Rettungsschacht zu den verschütteten Bergleuten zu bohren. Quelle: Archiv
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Der Bergmannsverein Vallstedt besetzt einen Stand auf der Hofstelle in Bodenstedt. „Wir werden dabei über unseren Bergmannsverein und über den Bergbau in Lengede und Umgebung informieren“, kündigt der Vorsitzende Bernd Jeschor an. Außerdem wird es eine Ausstellung über „bergmännisch gewonnene Rohstoffe aus Deutschland - früher und heute“ geben. Dazu werden etwa 60 Exponate von verschiedenen Standorten gezeigt.

Natürlich gibt es zu allen Ausstellungsstücken auch Informationen in Form von Broschüren und Flyern. „Wir haben uns sehr bemüht, dieses alles zusammenzutragen. Daher würden wir uns sehr freuen, wenn wir viele Zuschauer begrüßen dürften“, lädt der Vorsitzende ein. Damit die Gäste des Landschaftstags das Museum „ZeitRäume“ in Bodenstedt erreichen können, verkehrt an diesem Tag zwischen Bodenstedt und Vechelde ein Shuttle-Bus.

Auch das „Wunder von Lengede“ wird Thema eines Standes beim „Tag der Braunschweigischen Landschaft“. „Auf 15 Stelltafeln können die Besucher die täglichen Berichte der lokalen Presse über das Grubenunglück von 1963 verfolgen“, sagt Werner Cleve vom Arbeitskreis Bergbau der Lengeder Ortsheimatpflege. Auch die PAZ hatte seitenweise und detailliert von den Rettungsarbeiten berichtet. Festgehalten wurde beispielsweise der Speiseplan der elf auf ihre Rettung wartenden Bergleute: morgens mit Vitamin C angereicherter Tee und Zwieback, dann Haferbrei mit Bananen, mittags Hühnerfrikassee, später Malzkaffee, Zwieback mit Magerstreichkäse und Fleischbrühe.

Die kleine Ausstellung ist an Stand 11 zu finden, direkt gegenüber des Rathauses in Vechelde. Ergänzt werden die Zeitungsberichte durch zwei Tafeln, auf denen die Chronologie der Ereignisse zusammengefasst wurde. Am 24. Oktober 1963 hatte sich in Lengede ein Grubenunglück ereignet, bei dem 29 Menschen ums Leben kamen. Die kaum noch für möglich gehaltene Rettung von elf verschütteten Bergleuten nach 14 Tagen ist als „Wunder von Lengede“ in die Geschichte eingegangen.

mir/mu

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