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Barhocker beendet fröhlichen Abend

Abi-Party in Lengede Barhocker beendet fröhlichen Abend

Es sollte eigentlich ein lustiger Abend im Freundeskreis werden. Nach einer anstrengenden Woche tanzt und feiert ein 18-jähriger Bodenstedter gemeinsam mit Freundin, Schwester und seiner Clique am Sonnabend, 6. Juni, bei der großen Abi-Party von acht Schulen in der Lengeder Diskothek „Mine“. Nur Stunden später findet er sich nach einer Attacke eines Gastes schwerverletzt im Krankenhaus wieder und muss notoperiert werden. Der Täter ist weiterhin flüchtig.

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Der Ort des Geschehens: In der Lengeder Disko „Mine“ attackierte der noch nicht gefasste Täter den 18-Jährigen am frühen Morgen des 7. Juni unvermittelt mit einem Barhocker.

Quelle: mg

Lengede. An den Vorfall kann sich das Opfer selbst nicht erinnern. „Ich weiß nur noch, dass eine tolle Atmosphäre in der Disko herrschte. Am nächsten Morgen bin dann im Krankenhaus aufgewacht“, sagt der Auszubildende zum Konstruktionsmechaniker. In einer Notoperation nähen die Ärzte ihm das teilweise abgerissene rechte Ohr wieder an und versorgen die sechs Zentimeter lange Risswunde hinter dem Ohr.

Auch ein Schädelhirntrauma trägt der Bodenstedter davon, als der Täter zwischen 2.30 Uhr und 3.30 Uhr einen Barhocker an der Sitzfläche greift und diesen auf den Kopf des Opfers niedersausen lässt. Passiert ist der Vorfall in der Nähe der Tanzfläche, wo zur Tatzeit reger Betrieb herrscht. Dem beherzten Eingreifen der Disko-Sicherheitskräfte ist es zu verdanken, dass die Situation nicht eskaliert. Einer der Mitarbeiter wirft sich auf den am Boden liegenden Schwerverletzten und bewahrt ihn so vor versehentlichen Tritten durch weitere Gäste.

Das Durcheinander nutzt der vermeintliche Täter, um Jacke und Ausweis zu holen und die Disko zu verlassen. Der Türsteher merkt sich allerdings – ohne von dem Vorfall zu wissen – den Namen und kann den um 3.50 Uhr eintreffenden Polizisten somit einen wichtigen Hinweis geben. Allerdings muss er zwei Buchstaben verwechselt haben, weshalb die Polizei zu dem Ergebnis kommt: Auf den Namen ist in Deutschland keine Person gemeldet.

mg

Laut Sprecher Peter Rathai hat die Polizei bereits einige Hinweise erhalten, ist jedoch noch zu keinem Abschluss der Ermittlungen gekommen. „Als die Kollegen in der besagten Nacht vor der Disko eintrafen, war der Täter nicht mehr auffindbar“, bedauert Rathai.
Unverständlich ist für ihn der Vorwurf der Familie des Opfers, die Polizisten hätten nicht alle Zeugen-Aussagen aufnehmen wollen: „Das kann ich mir nicht vorstellen.“ Schließlich könne jeder Hinweis wichtig sein und die Kollegen voranbringen.

Mittlerweile sollen die Ordnungshüter einen entscheidenden Schritt vorangekommen sein. „Sie haben die Buchstaben in die richtige Reihenfolge gebracht und konnten jemanden mit dem Namen ausfindig machen“, verrät der Vater des Opfers. Ob es sich tatsächlich um den Täter handelt, ist jedoch noch nicht klar.

Derweil liegt das Motiv für die Tat im Dunkeln. So sei es in der Tatnacht zu keinen Streit zwischen dem späteren Opfer und einem anderen Gast gekommen. Dies bestätigt auch die Schwester des 18-Jährigen, die nach eigener Aussage zwischen der gemeinsamen Ankunft in der Disko um 22.30 Uhr und der Barhocker-Attacke nichts Auffälliges beobachtet hat.

Die Polizei Lengede bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 05344/ 7177 zu melden, um zur Aufklärung der Tat beizutragen.

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