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Lengede/Vechelde/Wendeburg Anti-Atom-Treck zieht mit Hunderten Fahrzeugen Richtung Peine
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Anti-Atom-Treck zieht mit Hunderten Fahrzeugen Richtung Peine
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13:34 21.10.2018
Quelle: Eckhard Bruns
Vechelde/Peine

Mehrere hundert Menschen und Fahrzeuge sind am Sonnabend zu einem Anti-Atom-Treck durch das südöstliche Niedersachsen aufgebrochen. Der nach Polizeiangaben aus rund 100 Traktoren, Autos und Motorrädern und etwa ebenso vielen Fahrrädern bestehende Konvoi startete am Vormittag am Sitz des Bundesamtes für Strahlenschutz in Salzgitter. Zeitgleich fuhren in Braunschweig der Polizei zufolge etwa 50 Radfahrer los, in Vechelde trafen die Demonstrationen zusammen.

Die Hauptkundgebung fand vor dem Bürgerzentrum in Vechelde statt. Silke Westphal von der AG Schacht Konrad moderierte die Veranstaltung und freute sich über mehr als 250 Fahrradfahrer, über 50 Trecker und insgesamt weit über 1.000 Teilnehmer von jung bis alt bei der Demonstration. „Unterwegs kommen immer mehr Menschen dazu, dass freut uns sehr“, sagte Westphal.

Nach den Ansprachen von Silke Westphal und Wolfgang Räschke, 1. Bevollmächtigter IG Metall Salzgitter-Peine und einer kurzen Pausenstärkung setzte der Treck seine Fahrt nach Peine zur BGE fort. Für die Sicherung der Strecke und Teilnehmer sorgten die Polizei und die Johanniter-Unfall-Helfer.

BGE Vorstandsmitglieder v.l. Dr. Thomas Lautsch, Stefan Stud, Vorsitzender und Steffen Kanitz vorm Firmengelände.

Stefan Studt, 1. Vorsitzender der BGE und seine Vorstandskollegen Dr. Thomas Lautsch und Steffen Kanitz sowie Pressesprecherin Monika Hotopp standen den Demonstrationsteilnehmer für Gespräche vor dem Firmengelände zur Verfügung.

„Der kritische Dialog und die offene Transparenz ist uns wichtig“, äußerte Studt bevor er mit seinen Kollegen zu den Treckteilnehmer ging.

Demonstranten fordern schnelle Räumung des Atommülllagers Asse

Zu dem Anti-Atom-Treck hatten Bürgerinitiativen, Vereine, Parteien und Gewerkschaften aus ganz Niedersachsen aufgerufen. Auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz unterstützt die Aktion.

Sie richtet sich vor allem gegen den Bau des Atommüll-Endlagers Schacht Konrad in Salzgitter. Gleichzeitig mahnten die Demonstranten eine zügige Räumung des Atommülllagers Asse im Kreis Wolfenbüttel an.

Das ehemalige Eisenerzbergwerk Konrad wird derzeit zum Bundesendlager für schwach und mittelradioaktiven Atommüll ausgebaut. Die Inbetriebnahme des Endlagers werde immer weiter nach hinten verschoben und immer teurer, kritisiert etwa die atomkraftkritische Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. Es sei „absurd und gefährlich, dass an einem falschen und offensichtlich nicht umsetzbaren Projekt festgehalten wird, nur weil es dafür eine Genehmigung gibt“.

Demo sorgte für Einschränkungen auf den Straßen

Gleichzeitig komme die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse nicht voran, „obwohl die Zeit davon läuft“. In dem früheren Salzbergwerk Asse wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit Atommüll sowie chemische Abfälle eingelagert. Weil die Grube voll Wasser zu laufen droht, sollen die Fässer nach Möglichkeit geborgen werden. Zuletzt hatte sich die Menge der zufließenden Lauge beträchtlich erhöht.

Durch die Demonstration am Sonnabend, 20. Oktober, von 10 bis 16 Uhr kam es entlang der Route über die Bundesstraße 1 von Braunschweig sowie Salzgitter über Vechelde bis Peine zu Einschränkungen. Es waren Straßen gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Zudem konnte der Korso nicht überholt werden. Weiterhin musste mit Änderungen im Busverkehr gerechnet werden.

Von Eckhard Bruns/RND/epd

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