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Als das Kabarett laufen lernte

„Teatr dach“ Meerdorf Als das Kabarett laufen lernte

Viele Schätze aus den ersten 30 Jahren Kabarett in Deutschland bewahrt die neue Produktion „Als das Kabarett laufen lernte“ von Gisa Flake, Uwe Flake und Uschi Syring-Dargies (Klavier) vor dem Vergessen.

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Gisa und Uwe Flake sind am Mittwoch, 27. Mai, im Meerdorfer „teatr dach“ zu Gast.

Quelle: privat

Wendeburg-Meerdorf. Am Mittwoch, 27. Mai, ist das Gespann aus der Brunsviga in Braunschweig ab 19.30 Uhr, im Meerdorfer „teatr dach“, Woltorfer Straße 16, zu Gast. Mit dabei sind Josephine Köhler und Philipp Börner von der August-Everding-Theaterakademie, München.

Mal gerade etwas mehr als 100 Jahre alt (1901 kam es nach Deutschland) ist das „Kabarett“ eine relativ junge Kunstgattung – und schon etliche Male totgesagt.

Nicht einmal über die Schreibweise ist man sich einig: Was dem einen das große C in „Cabaret“, ist dem anderen sein hartes K wie „Kabarett“: Angesiedelt zwischen Kalauern und Satire, Klamotten-Komik und Agitation, Nonsens-Spruch und literarischem Chanson passt es weder ins Schauspielhaus noch auf die Musikbühne. Doch trotz allen „Tot-Sagens“ und aller scheinheiliger Nachrufe: Das Kabarett hatte (und hat) immer seine Freunde – aber auch seine Feinde.

So achtete schon des Kaisers Polizei akribisch darauf, dass der Spott nicht allzu große (und gefährliche) Blüten trieb. Und keine 20 Jahre später bezahlten etliche der Besten aus der Kabarettgilde mit dem Leben für ihre Aufmüpfigkeit – falls es ihnen nicht gelang ins Ausland zu entkommen.

Große Namen bestimmten die Zeit „als das Kabarett laufen lernte“: Claire Waldoff, Käthe Dorsch, Blandine Ebinger, Trude Hesterberg, Kate Kühl, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Friedrich Hollaender, Ernst von Wollzogen, Joachim Ringelnatz, Frank Wedekind, Otto Reutter, Erich Mühsam, Mischa Spoliansky, Fritz Grünbaum, Rudolf Nelson, Ernst Busch und Karl Valentin. Einige dieser Namen lassen auch noch heute entzückt mit der Zunge schnalzen, andere sind – völlig zu Unrecht – schon fast vergessen.

„Als das Kabarett laufen lernte“ beschert ein Wiederhören einiger der ganz großen „Hits“ und erzählt zudem noch Spannendes aus einer Zeit zwischen Kaiserreich und untergehender Weimarer Republik: 30 aufregende Jahre zwischen „Überbrettl“, „Kabarett der Komiker“ und „Katakombe“.

Der Eintritt kostet zwölf, beziehungsweise zehn Euro für Vereinsmitglieder. Kartenbestellung per Telefon 05171/ 14016 oder E-Mail karten@teatr-dach.de.

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