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Aktivisten wollen Proteste ausweiten

Demo gegen Hähnchenmast Aktivisten wollen Proteste ausweiten

200 Bürger haben gegen die geplante Hähnchenmast-Anlage bei Alvesse protestiert. „Wir werten die große Beteiligung als guten Erfolg“, sagt Regina Will von der Bürgerinitiative gegen die Ställe. Die Proteste sollen ausgeweitet werden.

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Phantasievoll demonstrierten die Aktivisten gegen die geplanten Hähnchenmast-Anlagen bei Alvesse.

Quelle: Birgit Bosch

Vechelde-Alvesse. Transparente und Trillerpfeifen: Mit jeder Menge Phantasie und Einsatz sind die 200 Demonstranten zur Sache gegangen, die am Wochenende gegen die geplanten Hähnchenmast-Anlagen bei Alvesse in der Gemeinde Vechelde demonstriert haben. Der Protestmarsch soll dabei nur der Auftakt für weitere Aktionen sein. „Wir werden unsere Proteste verstärken“, sagt Regina Will.

Die Alvesserin ist Sprecherin der Bürgerinitiative gegen die geplanten Mastställe. Der Üfinger Landwirt Christoph Gerecke möchte im Grenzgebiet zwischen Üfingen und Alvesse eine Hähnchenmast-Anlage für 84 800 Tiere bauen. Er möchte damit seinen landwirtschaftlichen Betrieb über Wasser halten.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative fürchten jedoch krankmachende Feinstäube und unangenehmen Gestank durch den Kot der Tiere. Die Aktivisten fordern deshalb den Landwirt auf, seine Anlage mit Filtern auszurüsten. Gesetzlich ist er dazu allerdings nicht verpflichtet, unterstreicht Will. „In der Vergangenheit wurde dies oft falsch wiedergegeben“, sagt die Alvesserin. Fakt ist, dass bei einer Anlage dieser Größenordung lediglich eine besondere Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist – aber keine Filter.

Der Landwirt habe der Bürgerinitiative aber versichert, die Abluft mit einem speziellen System zu filtern. Um die Feinstaub-Belastung zu reduzieren, sollen die Gase aus der Halle durch ein Wasserbecken „geschickt“ werden. Außerdem möchte Gerecke Büsche neben der Hühner-Halle pflanzen, die ebenfalls Feinstäube filtern sollen.

Den Mitgliedern der Bürgerinitiative geht das nicht weit genug. Sie wollen ihre Proteste nun ausweiten und rufen auch die Bürger der umliegenden Ortschaften auf, sich zu beteiligen. „Die Menschen in Vallstedt und Wierthe sollten nicht so lange warten, bis es zu spät ist, noch etwas gegen die Anlage zu Unternehmen“, sagt Regina Will. Je nach Windrichtung müssten auch diese Ortschaften mit Belastungen durch Ammoniak oder Feinstäuben rechnen.

mu

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