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Lengede/Vechelde/Wendeburg Ärger um Mahnung des Wasserverbands: Vechelder Ehepaar spricht von „Drohungen“
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Ärger um Mahnung des Wasserverbands: Vechelder Ehepaar spricht von „Drohungen“
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01:00 09.05.2014
Sind schockiert über das Mahnschreiben des Wasserverbands: Elke und Kurt Steffens. Quelle: rb

In dem Schreiben forderte das Unternehmen die Vechelder auf, bis zum 17. Februar den noch ausstehenden Betrag von 38,11 Euro, einschließlich 3,11 Euro Mahngebühren zu zahlen. Sollte kein Zahlungsausgleich zu verzeichnen sein, werde der Vorgang an das Forderungsmanagement abgegeben, um eine eventuelle Einstellung der Versorgung zu veranlassen, beziehungsweise das gerichtliche Mahnverfahren einzuleiten. Alternativ werde der Verband seine Forderungen über ein Inkasso-Büro eintreiben.

Elke und Kurt Steffens sind über den Ton des Schreibens entsetzt: „Es ist eine Unverschämtheit, eine Taktlosigkeit, eine Beleidigung der Wasserverbandskunden“, finden sie. „Gespickt mit Drohungen gegenüber Bürgern, die über 20 Jahre problemlos ihre Rechnungen bezahlen“, ärgert sich das Paar.

Dabei hat das Problem einen ganz einfachen Hintergrund, erklären die Vechelder: Der Wasserverband habe per Schreiben im November mitgeteilt, dass ab 1. Februar auf das Sepa-Verfahren umgestellt wird. Der erste Fälligkeitstermin sei der 31. Januar gewesen - somit habe die Sepa-Umstellung noch nicht gegolten. „Wir gingen natürlich davon aus, dass bis zum 31. Januar noch der übliche Bankeinzug durchgeführt wurde“, so Elke und Kurt Steffens.

Daher hätten sie ab dem 27. jeden Monats, ab Februar geltend, einen Dauerauftrag eingerichtet. Das Mahnschreiben des Verbands konnte das Paar erst bei seiner Rückkehr von seiner Reise im April einsehen.

In der Zwischenzeit hatte jedoch ihre Tochter bereits den angeforderten Betrag überwiesen.

Das Ehepaar Steffens hat sich mittlerweile beim Wasserverband über das Vorgehen beschwert. Für die beiden steht fest: „Wir fordern eine Entschuldigung, ein Vorlegen unseres Schreibens beim gesamten Vorstand zur Besprechung und eine Rücküberweisung oder Gutschrift der 3,11 Euro.“

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Das sagt der Wasserverband

„Kunde wurde zu Recht angemahnt“

„Wir verstehen, dass Mahnschreiben vom Wasserverband Peine nicht für Begeisterung bei unseren Kunden sorgen, aber wir müssen wie jeder andere auch dafür Sorge tragen, dass unsere Leistungen rechtzeitig bezahlt werden. Den Aufwand aus verspätet eingehenden Zahlungen müssten sonst alle Kunden tragen“, sagt Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbands Peine. „Der Kunde wurde zu Recht angemahnt“, so Schröder. Die fristgerechte Zahlung habe in der Verantwortung des Kunden gelegen, eine Bankeinzugsermächtigung habe dem Wasserverband nicht vorgelegen.

Die für die Trink- und Abwasserentgelte zu leistenden Abschlagszahlungen würden automatisch erfasst. Sofern zum vorgesehenen Termin kein Geldeingang zu verzeichnen sei, werde automatisch der Mahnlauf gestartet. Mahnschreiben seien mit zusätzlichem Aufwand verbunden, der als Mahngebühr in Rechnung gestellt werden müsse. „Wir bedauern, dass unser Kunde über die Formulierung unseres Mahnlaufes verärgert ist“ sagt Katja Suhle, Leiterin des Kundencenters beim Wasserverband Peine. „Wir weisen unsere Kunden in unserem Schreiben auf den Zahlungsrückstand und auf die möglichen Konsequenzen hin und bitten unter Fristsetzung um Begleichung des ausstehenden Betrages.

Dies dient letztlich der transparenten Information des Kunden“. Der Verband stehe mit dem Kunden in Kontakt.