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Lengede/Vechelde/Wendeburg Ärger um Kindergartenplatz:Junge Mutter fühlt sich diskriminiert
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Ärger um Kindergartenplatz:Junge Mutter fühlt sich diskriminiert
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00:16 22.12.2013
Ronja Warschburger mit Tochter Cay: Sie fühlt sich diskriminiert, weil ihre Tochter nun doch nicht - wie erhofft - in die neue Kita gehen kann. Quelle: im
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„Seit August wird Cay im Kindergarten Köchinger Straße (in Vechelde, Anm. d. Red.) in der Übergangsgruppe darauf vorbereitet, mit ihrer Erzieherin in den neuen Kindergarten umzuziehen“, erzählt Warschburger. Am vergangenen Freitag habe sie dann einen Anruf von der Gemeinde Vechelde erhalten, dass ihre Tochter nicht in die neue Einrichtung, sondern in die „Kuhle“ käme - ohne die gewohnte Erzieherin.

Begründet worden sei dies damit, dass es sich bei dem Neubau um einen Dreivierteltags- beziehungsweise Ganztagskindergarten handele. „Leider ist uns das zu keiner Zeit gesagt worden“, so die junge Mutter. Und einen Bedarf für einen Ganztagsplatz kann die arbeitslose 26-Jährige nicht nachweisen. „Mein Mann hat gesundheitliche Probleme. Und wir haben noch eine zweite Tochter zuhause, für die die Betreuung auch gesichert sein muss, wenn mein Mann in die Klinik muss“, beschreibt sie die Problematik.

Warschburger fühlt sich diskriminiert: „Wir haben das Gefühl, dass die Kinder von Geringverdienern und Arbeitslosen in den alten Bau müssen, damit die Kinder der Besserverdiener den Neubau nutzen können“, sagt sie. Und: „Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir unsere Cay weiterhin in der Köchinger Straße gelassen.“

Zu den Vorwürfen nimmt Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz Stellung: „Es gibt zwar einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz, aber nicht auf einen bestimmten Kindergarten“, hebt er hervor. Die Gemeinde müsse rund 500 Kindergartenplätze verwalten, bei der Vergabe orientiere man sich am Bedarf nach Vormittags- oder Ganztagsplätzen. „Das hängt natürlich auch am Personal“, erklärt der Bürgermeister.

Neben der Tochter von Warschburger seien noch zwei weitere Kinder betroffen. „Wir haben den Zuordnungsprozess aber noch nicht abgeschlossen und haben die Entscheidung nun erst einmal ausgesetzt“, so der Verwaltungschef. Der Grund: „Wir wollen uns noch einmal einen Überblick über die Gesamtnachfrage verschaffen.“ Bis Ende Januar solle eine abschließende Entscheidung getroffen werden. Marotz: „Wir sind natürlich bemüht, für die Kinder möglichst wenig Veränderung zu erzeugen.“

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