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Abwasser-Deal: Gebühr soll vertraglich fixiert werden

Vechelde Abwasser-Deal: Gebühr soll vertraglich fixiert werden

Einige Gespräche müssten noch geführt werden, doch grundsätzlich stehe der Übernahme der Vechelder Abwasserentsorgung zum 1. Januar 2010 nichts im Wege, sagt Günter Wolters, Geschäftsführer des Wasserverbands Peine.

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Kläranlage bei Wahle: Geplante Drei-Millionen-Euro-Investition soll auch unter der Regie des Wasserverbands Peine getätigt werden.

Quelle: Archiv/cb

Vechelde. Aktuell würden Konditionen verhandelt und vertragliche Details ausgearbeitet. Über den möglichen Kaufpreis wollte Wolters aber vorerst keine Angaben machen.

Die Vechelder Gemeindeverwaltung, die das Geschäft vor exakt einem Monat angestoßen hatte, kalkuliert mit einem Erlös in Höhe von rund sechs Millionen Euro. Wasserverbands-Chef Wolters erklärte, dass in der Regel der Restbuchwert als Kaufpreis bezahlt werde. Dieser beträgt für die Vechelder Abwasserentsorgung rund 35 Millionen Euro und setzt sich aus 17 Millionen Euro Schulden, 12 Millionen Euro geleisteten Abwasserbeiträgen und 6 Millionen Euro Eigenkapital zusammen.

Bei dem angedachten Geschäft bezahlt der Wasserverband Peine tatsächlich aber keine 35 Millionen, sondern voraussichtlich die von der Gemeinde veranschlagten sechs Millionen Euro. Die Schulden und geleisteten Abwasserbeiträge würden vom Wasserverband übernommen und schlagen im Gemeindehaushalt deshalb nicht zu Buche.

Positiv gegenüber steht Wolters einer vertraglichen Gebührenfestschreibung. Damit könne gewährleistet werden, dass der derzeitige Preis von 3,50 Euro pro Kubikmeter kurzfristig konstant bleibe. „Mein persönliches Ziel ist es, eine Festschreibung über vier Jahre hinzubekommen, länger kann man so etwas nicht seriös machen“, sagt Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD).

Die Gebührenstabilität habe beim Wasserverband oberste Priorität, sagt Wolters. Bei dem Kommunalverband, der derzeit für 14 Gemeinden das Abwasser reinigt, gehe es eben nicht darum, Gewinn zu erwirtschaften. Man arbeite nach dem Kostendeckungsprinzip und von dem Spezialwissen des Verbands und den Synergieeffekten durch die Zusammenarbeit mit mehreren Kommunen profitierten auch die Gebührenzahler. Die Gebührenhöhe hänge in erster Linie von der demografischen Entwicklung einer Gemeinde und von dem Reinvestitionsbedarf des dortigen Betriebs ab.

In das Vechelder Klärwerk bei Wahle sind im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Euro für eine neue Klärschlammvererdungsanlage investiert worden. Weiterhin ist der Umbau der Anlage für rund drei Millionen Euro geplant. Wolters versichert, dass diese Investition auch unter der Regie des Wasserverbands getätigt werden würde.

Derzeit werden Gespräche auf verschiedenen Ebenen geführt, bestätigt Wolters, unter anderem zwischen Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas (SPD) und Marotz. Letzterer will am Montag, 15. Mai, das Protokoll des ersten Gesprächs mit dem Verband dem Verwaltungsausschuss vorstellen.

mic

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