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Lengede/Vechelde/Wendeburg Abkühlung gibt‘s nur beim Seepferdchen-Kurs
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Abkühlung gibt‘s nur beim Seepferdchen-Kurs
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21:37 02.07.2009
Schwimmmeister Karl-Heinz und Manuela Stramke mit den Schwimmanfängern des Seepferdchen-Kurses. Quelle: im

Wendeburg. „Ich bin kein Frühaufsteher – das ist gegen meinen Biorhythmus“, sagt Manuela Stramke und lacht. Die Schwimmmeisterin im Wendeburger Auebad hat Frühschicht. Seit 4 Uhr morgens ist sie auf den Beinen. Gemeinsam mit ihrem Mann Karl-Heinz Stramke betreut sie seit 1993 das Freibad.

„Haben Sie noch einen Volleyball?“, fragt ein Junge. „Meine Tochter muss noch tauchen für den Freischwimmer“, spricht eine Mutter sie an. Manuela Stramke organisiert Ball und Tauchring. Während das Mädchen versucht, den Ring aus 1,80 Meter Tiefe heraufzuholen, erzählt die 46-Jährige: „Man hat richtig viel zu tun bei so einem Wetter.“

Der Himmel ist strahlend blau, nur hin und wieder zieht eine Wolke vor die Sonne. Es ist heiß. „Die Wärme ist die größte Belastung“, sagt Stramke. Trotzdem besser als vor einer Woche: „Ich bin froh, dass die Temperatur nach oben geht. Hier in der Kälte zu sitzen, ohne Badegäste macht wenig Spaß.“

Täglich fährt Manuela Stramke von ihrem Wohnort Wolfenbüttel nach Wendeburg. Wenn sie um 4.45 Uhr das Freibad betritt, nimmt sie als Erstes die Kassenautomaten wieder in Betrieb. „Sie werden jeden Abend ausgehängt und müssen morgens wieder eingeräumt und verschlossen werden“, erklärt Stramke. Dann kontrolliert sie Strom- und Wasserzähler. Verbraucht werden pro Tag etwa 25 bis 30 Kubikmeter Wasser, an gut besuchten Tagen können es sogar bis zu 50 Kubikmeter sein. 30 Liter pro Badegast müssen nachgefüllt werden – so schreibt es der Gesetzgeber vor.

Um 5.50 Uhr stehen die ersten Badegäste vor der Tür. „Morgens ist hier ein richtiges Gewusel“, schildert die Schwimmmeisterin. Vor allem junge Berufstätige nutzen die Zeit zwischen 6 und 7 Uhr morgens für einen Besuch im Schwimmbad.
Ab 8 Uhr kommen dann die ersten Gäste, die ihre Decken auf der großen Wiese ausbreiten. Viele Kindern kommen ins Auebad, um dort Schwimmabzeichen abzulegen. Auch das Seepferdchen kann erworben werden: Täglich geben Manuela und Karl-Heinz Stramke drei Kurse für Schwimmanfänger.

„Viele Kinder haben hier schwimmen gelernt“, sagt Stramke, dem sein Beruf Freude bereitet. Seine Liebe für Wasser im Allgemeinen und Schwimmen im Besonderen entdeckte der 55-Jährige schon als Kind. „Ich habe ganz früh schwimmen gelernt, dann war ich im Schwimmverein.“ Bevor er 1991 das Wendeburger Auebad übernahm, war er Schwimmmeister im Vereinsbad Fümmelsee.
Der Gedanke an die Sicherheit der Badegäste begleitet die Schwimmmeister ständig: „Es ist wichtig, dass man immer da ist“, sagt Manuela Stramke.

Erst vor wenigen Tagen musste Karl-Heinz Stramke in voller Montur ins Wasser springen, weil zwei Jungen ihre Kräfte überschätzt hatten. Bei Bedarf fordern die beiden Holger Hoffmann von der Gemeinde als zusätzliche Kraft an.

Stramkes sind für alle kleinen und größeren Probleme der Badegäste zuständig: Pflaster aufkleben, Schwimmflügel und Bälle gegen Pfand herausgeben, Insektenstiche kühlen und vieles mehr. Auch technisches und chemisches Wissen gehört zum Job.

Wenn Karl-Heinz Stramke um 20 Uhr beginnt das Bad für den nächsten Tag flottzumachen, liegt noch viel Arbeit vor ihm. „Die technische Anlage muss kontrolliert werden, die Beckenumgänge sauber gemacht und die Becken mit Unterwasserstaubsaugern gereinigt werden“, erzählt Stramke.

Aber: „Die fröhlichen Kinder entschädigen für den zeitlichen Aufwand“, findet Manuela Stramke.

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