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40-Jähriger muss in die Psychiatrie

Landgericht Braunschweig 40-Jähriger muss in die Psychiatrie

Der Prozess gegen einen 40-Jährigen, der seit Dienstag wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Braunschweig stand (PAZ berichtete), ist am Donnerstag mit einer Einweisung in die Psychiatrie zu Ende gegangen. Zuvor attestierte ein Facharzt dem gebürtigen Iraker aufgrund einer paranoiden Schizophrenie die Unzurechnungsfähigkeit.

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Der Angeklagte muss in eine psychiatrische Klinik. Seine Verteidigerin plädierte auf eine Bewährungsstrafe.

Quelle: Anna Gröhl

Braunschweig/Wendeburg. Das war geschehen: Die Tat ereignete sich in der Gemeinde Wendeburg am Ostersonntag des vergangenen Jahres gegen sieben Uhr im Haus der 52-Jährigen Freundin des Angeklagten. Die Frau berichtete dem Gericht am Dienstag, dass sie noch im Halbschlaf gewesen sei, als ihr Ex-Freund im Bett plötzlich auf ihr gesessen und mit einem Messer auf sie eingestochen habe. Dabei habe er ihr vorgeworfen: „Du hast meine Familie getötet.“ Aufgrund der Hilferufe eilte ihr Vater, der aus Liebenburg zu Besuch gekommen war, aus dem Nebenzimmer herbei, und drängte den 40-Jährigen ab. Der 89-Jährige erlitt Stichverletzungen im Brust- sowie Nackenbereich, die 52-Jährige befand sich aufgrund von sechs Stichverletzungen in den Brustkorb sogar in Lebensgefahr. Ein psychiatrischer Gutachter hatte am Dienstag dem Angeklagten eine „paranoide Schizophrenie“ bescheinigt und die Einweisung in eine Klinik empfohlen.

Mit dem Urteil am Donnerstag folgt das Gericht damit sowohl der Empfehlung des Gutachters als auch dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die ebenfalls die Einweisung forderte, da „in seinem derzeitig unbehandelten Zustand von einer Gefährdung für andere ausgegangen werden muss“. Seine Einsichtsfähigkeit sei zur Tatzeit aufgehoben gewesen, so die Oberstaatsanwältin in ihrem Plädoyer. „Damit war der Angeklagte schuldunfähig.“ Die Verteidigung dagegen plädierte auf eine Verurteilung wegen Körperverletzung und eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe, eine Einweisung lehnte sie ab.

Das Gericht ordnete nach einer zweistündigen Beratungszeit die Unterbringung in eine psychiatrische Klinik an. Trotz des Krankheitsbildes liege ein „bedingter Tötungsvorsatz vor“, hieß es in der Begründung.

Von Anna Gröhl

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