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Lengede/Vechelde/Wendeburg 20 Jahre danach: Anklage gegen Mörder
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg 20 Jahre danach: Anklage gegen Mörder
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23:05 29.07.2012
Eine DNA-Spur hat den Mörder an 23-jährige Vechelderin überführt.
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Der mutmaßliche Täter aus dem Peiner Land geriet bereits damals ins Visier der Polizei. Die Vechelderin war 1992 mit dem Jugendrotkreuz in der Mindener Hütte in St. Andreasberg. Kurz vor der Abreise ihrer Gruppe wollte sie noch allein einen Spaziergang machen. Ihre Leiche wurde erst 1993 von spielenden Kindern in einer Fichtenschonung entdeckt. Weil Beweise fehlten, wurde das Verfahren seinerzeit aber eingestellt.

Klaus Ziehe von der Staatsanwaltschaft Braunschweig sagte der PAZ: „Der 46-Jährige ist anhand eines Spermiums überführt worden, das Experten des LKA an einem Wattetupfer gefunden haben.“ Mit diesem war nach dem Mord ein Abstrich an der Leiche gemacht worden. Inzwischen habe der mutmaßliche Täter teilweise gestanden. Der 46-Jährige ist seit 1988 Patient im Landeskrankenhaus für psychisch kranke Straftäter in Moringen im Landkreis Northeim. Dort sitzt er wegen verschiedener Sexualstraftaten. Auch Kinder soll er missbraucht haben. Der Mann hatte sich zum Zeitpunkt des Mordes an der Vechelderin mit einer Patientengruppe im Oberharz aufgehalten und sich von dieser unerlaubt abgesetzt.

Da der 46-Jährige noch immer als hochgradig rückfallanfällig gilt, hat die Staatsanwaltschaft gefordert, dass er in Sicherungsverwahrung genommen wird. Der Mann hatte angegeben, dass die Vechelderin noch gelebt hat, als er sie unbekleidet im Schnee zurückgelassen hatte.

pif

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