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Lahstedt Vorentscheidung über Abwasserkonzept wurde abermals vertagt
Kreis Peine Lahstedt Vorentscheidung über Abwasserkonzept wurde abermals vertagt
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00:23 12.10.2014
Die Kläranlage in Münstedt: Bei einer Zentralisierung müsste sie geschlossen werden.
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„Bei einer so weitreichenden Entscheidung, die dem Steuerzahler viel Geld kosten wird, brauchen wir einfach noch weitere Informationen“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Manfred Tinius (SPD). Deshalb soll es Anfang November eine gemeinsame Sitzung aller Ratsfraktionen zusammen mit dem beauftragten Ingenieurbüro Dr. Schulz geben, um eventuelle Fragen auszuräumen. „Die Entscheidung über das künftige Abwasserkonzept soll aber noch der alte Lahstedter Rat treffen“, unterstrich Tinius. Sie muss also noch dieses Jahr fallen, da die Gemeinden Ilsede und Lahstedt aller Voraussicht nach 2015 fusionieren werden.

Ursprünglich standen drei Varianten der Abwasserentsorgung zur Auswahl: Bau und Betrieb einer „Zentralkläranlage Gadenstedt“, Ertüchtigung und Betrieb der bestehenden vier dezentralen Kläranlagen in den Lahstedter Ortschaften Adenstedt, Gadenstedt, Groß Lafferde und Münstedt oder die Überleitung der Abwässer zur Stadt Peine. Da der letztgenannte Vorschlag jedoch laut eines Gutachtens deutlich teurer als die anderen beiden Varianten sein soll, stand man letztlich vor der Entscheidung Zentralkläranlage oder Ertüchtigung der bestehenden Anlagen.

Doch apropos Gutachten: An einer Kostenaufstellung im vergangenen Jahr hatte es nach einem Hinweis eines Adenstedter Bürgers große Zweifel gegeben (PAZ berichtete), so dass die Politik eine neuerlichen Untersuchung in Auftrag gab. Demnach könnte die Ertüchtigung der vorhandenen Kläranlagen in den einzelnen Ortschaften etwa 9 Millionen Euro kosten, der Neubau einer Zentralkläranlage in Gadenstedt 7,4 Millionen Euro.

„Aber wer sagt denn, dass man alle Kläranlagen sanieren müsste?“, fragt Tinius. „Man könnte ja vielleicht auch zwei kleinere Anlagen zusammenlegen. Das sind alles so Punkte, die im November bei dem Gespräch auf den Tisch kommen müssen.“ Und vielleicht klärt sich dann ja die Zukunft des Lahstedter Abwasserkonzeptes.

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