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Umsatz auf Abwegen

Lahstedt Umsatz auf Abwegen

Kaum Gutes verbindet Tim Markgraf bislang mit dem Ausbau der Kreisstraße 29 in Gadenstedt. Der Leiter des Rewe-Marktes hatte aus der PAZ von der Sperrung der Zufahrt von der Bundesstraße 444 Richtung des Supermarktes erfahren: „Die Informationspolitik von Gemeinde und Kreis ist sehr negativ“, beklagt sich der Marktleiter in Gadenstedt. „Von beiden habe ich vorher keine Informationen bekommen.“

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Etwas „im Schatten“ des entstehenden Marktzentrums steht der Rewe zurzeit.

Quelle: C. Bierwagen

Lahstedt-Gadenstedt. Sein Ärger gründet sich auch darin, dass nun alle Welt über den neu entstehenden Netto-Markt im Gadenstedter Markt-Zentrum spricht: Netto-Verantwortliche hatten gegenüber dem Kreis kritisiert, hohe Umsatzeinbußen zu haben, sollte die Zufahrt von der B444 aus vor dem Weihnachtsgeschäft im Dezember nicht fertig sein. „Wir sind seit 20 Jahren vor Ort, uns fragt keiner. Können Sie sich vielleicht vorstellen, was die Situation für unseren Rewe-Markt aktuell bedeutet? Wir müssen heute bereits damit leben“, betont Markgraf.

Ein Großteil der Kunden komme aus Groß Lafferde und Umgebung. Diese Kunden müssten während des Straßenbaus einen großen Umweg durch den Ort nehmen. „Viele fahren lieber weiter nach Groß Ilsede oder direkt nach Hoheneggelsen. Für unseren Markt bedeutet das eine Umsatzabschmelzung von annähernd 20 Prozent und auch die Kundenzahlen entwickeln sich in diese Richtung“, erklärt der Marktleiter. „Bevor die Straße gesperrt wurde, war die Entwicklung positiv zum Vorjahr.“

Auch die künftige Nachbarschaft zum Netto, sieht er mit wenig Begeisterung: „Ein Discounter direkt nebenan – das tut schon weh“, sagt Markgraf. Er rechnet trotz des Sortiment-Unterschieds mit Konkurrenz und Überschneidungen im Angebot.

Lahstedts Wirtschaftsförderer Hans-Joachim Föste stellt dagegen die Vorteile in den Vordergrund – die sogenannten Synergie-Effekte: „Das Marktzentrum mit dem Discounter und Supermarkt wird Leute heranziehen, die ihren gesamten Einkauf dort erledigen können.“ Außerdem sei das Zentrum Lahstedts Chance gewesen, die Investoren in die Gemeinde zu ziehen: „Die wären sonst in Nachbargemeinden gegangen.“

Zur „Informationspolitik“ antwortete Henrik Kühn im Auftrag des Landkreises, der Bauherr des Straßenprojektes ist: „Wir nutzen grundsätzlich die Zeitung, um Sperrungen bekannt zu geben. Jeden Anlieger bei Sperrungen im Kreis zu informieren, wäre zu aufwendig.“

Simon Polreich

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