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„Sorglose“ Gebühren-Änderung

Lahstedt „Sorglose“ Gebühren-Änderung

Lahstedts Tagesstätten werden teurer, nun will die Gemeinde die Staffelung ändern: Eltern sollen aber kaum mehr belastet werden
Eins ist sicher: Die Kosten der Kindertagesstätten in Lahstedt steigen – wer sie jedoch tragen wird, ist noch unklar. Derzeit beraten Politik und Verwaltung über eine neue Staffelung. Jetzt haben sich Eltern in die Diskussion eingeschaltet.

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In Lahstedt wird derzeit über die Änderung der Gebühren-Staffelung in Kindertagesstätten gesprochen.

Quelle: ddp

Lahstedt-Gadenstedt . Vor allem die Sorge, dass immer mehr Eltern in eine höhere Stufe bei den Kindertagesstätten-Gebühren fallen, treibt die Elternvertreter der Lahstedter Tagesstätten um – derzeit denkt die Gemeinde über eine Neu-Staffelung der Kita-Gebühren nach. Eine Arbeitsgruppe erarbeitet neue Modelle.

Das ist bis zu den Eltern der Lahstedter Kita-Kinder durchgedrungen – sie haben sich jetzt zu einem Gespräch mit Bürgermeister Klaus Dieter Grimm (parteilos) getroffen. „Viele hatten mit dem Gedanken gespielt, ihre Kinder in Kitas in anderen Ortschaften unterzubringen, wenn sich das rechnet“, sagt Simone Grußka aus Münstedt, Elternvertreterin aus der Ortschaft. Doch der Bürgermeister habe die Sorgen weitestgehend ausgeräumt.

„Wir wollen konkurrenzfähig zu anderen Gemeinden bleiben: Mit der neuen Staffelung sollen die Eltern so wenig wie möglich belastet werden“, sagt Bürgermeister Grimm. Er zeigte sich mit dem Gedankenaustausch ebenfalls zufrieden: „Wir werden die Elternvertreter beim Erarbeiten der neuen Konzeption mit einbeziehen“, kündigte Grimm an.

Die Gemeinde will vor allem von der zurzeit praktizierten Neuner-Staffel weg, da dieses System sehr verwaltungsaufwändig ist. Aber auch die stetig steigenden Kita-Kosten – wegen wachsenden Energie- und tariflich bedingter Personalkosten sowie der geplanten dritte Krippenkraft – seien ein erheblicher Grund für die Änderung.

Zur Debatte stehen die neuen Varianten Sozialstaffel und Einheitsgebühr: Bei der ersten werden die neun Gruppen in drei zusammengefasst, bei der zweiten bezahlen alle die gleiche Gebühr – allerdings je nach den Stunden berechnet, die das Kind in der Tagesstätte tatsächlich betreut wird. Über die Varianten entscheidet die Politik im Sozialausschuss Ende Februar oder Anfang März, wenn das Konzept erarbeitet ist. „Weder konkrete Zahlen noch einen Trend kann ich deshalb derzeit nennen“, sagt Grimm, deutet aber an, dass die Einheitsgebühr „vielleicht besser“, weil einfacher sei. Wahrscheinlich sei außerdem, „dass die Eltern, die jetzt schon viel bezahlen, nicht noch mehr bezahlen werden“. Die Gebühren von einkommensschwachen Familien würden dagegen durch die Jugendhilfe unterstützt oder ganz übernommen.

Am Montag um 17 Uhr berät der Jugend- und Sozialausschuss über eine dritte Betreuung in Lahstedts Krippen, drei Varianten stehen zur Auswahl: Die etwa 13400 Euro teure Hilfskraft, die etwa 15500 Euro teure Sozial-Assistentin und die etwa 16200 Euro teure Erzieherin. Eine günstige Kraft auf Basis eines Freiwilligen Sozialen Jahres, wie in Ilsede, schließt Grimm aus: „Wir wollen eine Kontinuität gewähren. Diese Kräfte fallen als Arbeitskraft aus, wenn sie Schulungen haben, deshalb favorisieren wir dieses Modell nicht.“

Simon Polreich

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