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Schon wieder Feuer im Fachwerkhaus

Großbrand in Adenstedt Schon wieder Feuer im Fachwerkhaus

Dicker weißer und schwarzer Rauch quillt gestern Nachmittag aus den Dachfenstern in der Marschstraße 22 in Adenstedt. Feuerwehrleute bekämpfen von allen Seiten das Feuer im Fachwerkhaus, und versuchen zu verhindern, dass der Brand sich auf die Nachbarhäuser ausbreitet.

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Dichter dunkler Rauch dringt aus dem Haus in Adenstedt. In der Marschstraße kämpfen die Feuerwehrleute gegen die Flammen. Dann kommt auch noch die Gefahr durch eine Propangas-Flasche hinzu, die schließlich im Gebäude explodiert.

Quelle: Ralf Büchler

Lahstedt-Adenstedt. Fassungslos stehen die Nachbarn vor dem Haus in der Marschstraße in Adenstedt und beobachten die dicke Rauchsäule, die die Sonne verdunkelt. Es brennt – schon wieder. Erst im Dezember 2007 war im selben Haus ein Feuer ausgebrochen. „Wir waren mit der Renovierung gerade fertig“, sagt Barbara Fricke völlig aufgelöst. Sie besitzt eine von drei Eigentumswohnungen im Haus – ihre ist im Dachgeschoss. „Ich war gerade in Hildesheim, als mich der Anruf einer Nachbarin erreicht, laut Zeugen brannte zuerst der Wintergarten“, sagt Fricke. Um 15.19 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein, knapp zehn Minuten später trifft die Feuerwehr Adenstedt ein, es folgen Kollegen aus ganz Lahstedt, Solschen, Hohenhameln, Peine und ein Tanklöschfahrzeug aus Lengede. Fricke hofft, dass sich das Feuer nicht auf das Dachgeschoss ausbreitet, doch vergebens: Es quellen dunkle Rauchschwaden aus den Fenstern im Obergeschoss. Personen befinden sich nicht mehr im Haus, „nur mein Kater müsste noch in der Wohnung sein“, sagt Fricke und schüttelt traurig den Kopf.

„Das Feuer ist im Anbau am Erdgeschoss entstanden“, sagt Einsatzleiter und Kreisbrandmeister Lothar Gödecke, während ein Kollege per Korb den Dachgiebel einreißt. Durch die dadurch entstandene Lücke in der Holzwand spritzt er Wasser ins Innere des Hauses. „So sollen auch brennbare Gase aus dem Haus entweichen“, erklärt Gödecke. Die Einsatzkräfte müssen nun verhindern, dass der Brand auf das Nachbarhaus übergreift, das nur etwa zwei Meter entfernt ist.

Inzwischen haben die Feuerwehrmänner von eine zusätzlichen Gefahrenquelle erfahren: Im Haus muss noch eine Propangas-Flasche sein, sagt ein Bewohner. „Alle erstmal auf Abstand zum Küchenbereich gehen“, ordnet Gödecke an. Kurze Zeit später gibt es einen leichten Knall auf der anderen Seite des Hauses – aus einem Fenster zum Nachbarhaus schießen meterhohe Flammen. Fast 15 Minuten bekämpfen die Feuerwehrleute mit zwei Schläuchen das flammenwerferartige Feuer, das die Wand des Nachbarhauses angreift, bevor sie es schließlich löschen. „Das war offensichtlich eine Propangas-Flasche“, sagt Gödecke.

Gegen 19.30 ist das Feuer weitestgehend gelöscht, nur einzelne Glutnester müssen die Einsatzkräfte noch in Schach halten – und sogar einen schwarz-weißen Kater konnte ein Feuerwehrmann aus dem brennenden Haus retten.

Simon Polreich

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