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Ortsrat zahlt Pacht nicht

Gadenstedter Mühle Ortsrat zahlt Pacht nicht

Gadenstedt. Wer übernimmt die Pacht für die Alte Dampfmühle in Gadenstedt? Der Förderverein Heimatpflege will das denkmalgeschützte Gebäude vor dem Verfall retten und zu einem begehbaren Kulturdenkmal für Geschichtsinteressierte ausbauen. Der Ortsrat hat dem Verein jetzt jedoch eine Absage erteilt.

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Sie soll renoviert werden: Die Gadenstedter Dampfmühle.

„Wir können das als Ortsrat finanziell nicht leisten“, sagt Jürgen Heuer, Ortsbürgermeister von Gadenstedt zum Antrag des Vereins. Die Gruppe um Rosel Beckers hatte den Ortsrat gebeten, die Pacht fest zu übernehmen. Dies lehnte das Gremium ab.

Heuer rechnet vor: „Der Ortsrat hat im Jahr nur etwa 3700 Euro Ortsratsmittel zur Verfügung, von denen wir die örtlichen Vereine unterstützten und auch kleinere Investitionen, wie etwa die Umsetzung des Ehrenmals bezahlen.“ Die für zehn Jahre beantragte Pacht würde 1800 Euro im Jahr kosten. „Ohne dieses Geld könnten wir im Ort nichts mehr selbst gestalten.“

Die Initiative des Vereins, aus der Mühle ein begehbares Kulturdenkmal zu machen (PAZ berichtete), unterstütze der Ortsrat aber: Er leitete den Antrag nun an den Gemeinderat weiter, mit der Empfehlung, das Ansinnen wohlwollend zu betrachten.

Die Enttäuschung des Vereins hält sich hingegen in Grenzen: „Wir haben mit der Absage gerechnet, können sie sogar gut verstehen“, sagt Beckers. Auch von der Gemeinde erwarte sie kein Geld: „Ortsrat und Gemeinde sind finanziell sehr schlecht aufgestellt. Das wissen auch wir.“

Dem Verein gehe es um etwas anderes: „Wir haben schon mehrere Stiftungen angeschrieben. Doch die wollen erst aktiv werden, wenn klar ist, dass es keine öffentlichen Gelder gibt.“ Das wichtigste sei dem Verein deshalb, dass es schnell vorangehe - doch die nächste Sitzung des Gemeinderates ist erst im Juni. „Bis dahin sind wir zum Warten gezwungen“, so Beckers.

Natürlich stehe auch eine Renovierung an, aber in dieser Hinsicht sei der Förderverein schon aktiv geworden: „Wir haben die Unterstützung der unteren Denkmalschutz-Behörde des Landkreises. Die würde die Reinigung übernehmen.“ Auch weitere Hilfe bei der insgesamt 25000 Euro teuren Sanierung sei in Aussicht - Fördermittel von den oberen Denkmalschutzbehörden und aus Brüssel könne man beschaffen, sind sich die Vereinsmitglieder sicher.

Doch im Moment trete man auf der Stelle: Beckers rechnet damit, dass es nach dem Ratsbeschluss im Juni und den anschließenden Gesprächen mit den Stiftungen erst frühestens im August konkrete Pacht-Zusagen geben könnte. „So lange sind uns leider die Hände gebunden.“

sip

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