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Obergs Bürgermeister-Ehefrau schreibt Vampir-Roman

Oberg Obergs Bürgermeister-Ehefrau schreibt Vampir-Roman

Oberg. Plötzlich hatte Heike Rissel eine Szene im Kopf. „Und diese Szene ließ mich einfach nicht mehr los“, sagt die Obergerin. Bis nur noch eins half: Sich an den Laptop setzen und die Szene niederschreiben. Am Ende hatte die Pfarramtssekretärin und Frau des Oberger Ortsbürgermeisters einen 700 Seiten starken Vampir-Roman geschrieben, der einen Verlag so begeisterte, dass er jetzt 3000 Stück davon herausgegeben hat.

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Hat einfach mal einen Vampir-Roman geschrieben: Heike Rissel an ihrem liebsten Schreib-Platz im heimischen Garten in Oberg.

Quelle: sip

Es war Ende 2009, als alles begann: „Ich konnte nicht einschlafen, weil ich diese Szene im Kopf hatte, immer und immer wieder daran denken musste“, erzählt Heike Rissel, selbst Vielleserin und auch ein bisschen Fan von Vampirgeschichten. Welche Szene aus ihrem Debütroman „Im Zeichen von Licht und Schatten“ das ist, will sie nicht verraten – kurioserweise sei sie nämlich gar nicht ihre Lieblings-Szene, sagt sie mit einem Lachen: „Im Roman gibt es viel spannendere Teile.“

Doch diese Szene ließ sie nicht los und machte aus der Pfarramtssekretärin, Mutter und Hobbyleserin nach und nach eine Autorin. „Ich hatte kurz zuvor eine Lesung der Autorin Rebecca Abrantes besucht. Und irgendwie kam mir dann der Gedanke: Naja, probiere ich’s halt auch mal“, so Rissel. Doch mit dem „von der Seele schreiben“ klappte es nicht ganz – immer weitere Szenen reihten sich aneinander. Für die Obergerin selbst eine Überraschung: „Ich wollte ja nie ein Buch schreiben“, sagt sie schmunzelnd. „Doch die Protagonisten machten, was sie wollten“, umschreibt sie, wie sich die Handlung von selbst entwickelte.

Auch nach 20 Seiten konnte sie nicht aufhören – im Gegenteil: „Ich musste immer etwas zu schreiben dabeihaben, wenn mir neue Gedanken für die Handlung und Szenen kamen, wollte ich das sofort notieren – egal, wo ich war.“

Der Gedanke, das Verfasste einem Verlag zu schicken – und sich auch im weiteren Bekanntenkreis als Autorin zu „outen“, kam ihr erst nachdem Dreiviertel des Buches fertig waren. „Meine 83-jährige Schwiegermutter hat meine Entwürfe gegengelesen und viel mit mir besprochen – das hat richtig Spaß gemacht. Und eine gute Freundin sagte: ‚Was hast du getan? Ich kann nicht aufhören zu lesen!‘ – ein tolles Lob!“ Auch die Reaktion des Hamburger Scholz-Verlages hätte besser nicht sein können. „Verleger und Lektor waren sofort begeistert. Der Lektor gestand mir, er hasst meinen Bösewicht Dexter – ein riesiges Kompliment!“, sagt Rissel lachend. Ein noch größeres Kompliment ist aber die Auflage: Ganze 3000 Bücher hat der Scholz-Verlag drucken lassen.

Und was sagten Arbeitgeber Kirche und Ehemann, der Ortsbürgermeister? „Alle haben sich mich sehr unterstützt – auch aus kirchenpolitischer Sicht ist das Buch korrekt“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

- Wer sich selbst von dem Erstlingswerk überzeugen will und weitere Fragen an die Autorin hat, kann am Mittwoch, 1. August, ab 19 Uhr die Lesung von Heike Rissel in der Ilseder Buchhandlung Quindel besuchen. Voranmeldung unter 05172/129210.

sip

  • Der Roman „Im Zeichen von Licht und Schatten“, Scholz-Verlag, 12,99 Euro, ISBN 978-3-941653-26-9, ist in der Ilseder Bücherei Quindel, bei Gillmeister in Peine sowie im Internet bei Amazon, Weltbild und Thalia erhältlich.
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