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Lahstedt Neubürger mit nur wenig Interesse für die Wehren
Kreis Peine Lahstedt Neubürger mit nur wenig Interesse für die Wehren
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23:00 12.07.2009
Ausgezeichnete Feuerwehrmänner beim Kreisverbandstag in Adenstedt (von links): Kreisbrandmeister Lothar Gödecke, Klaus-Dieter Wilsenack, Jürgen Voges, Hermann Pitt, Günther Becker, Detlef Schmidt, Albert Brennecke, Martin Ahlers, Erwin Staats und Hans Peter Bolm. Quelle: Isabell Massel
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Lahstedt-Adenstedt. „Hatten wir im vergangenen Jahr im Einsatzdienst 3040 Aktive, so waren es zum Jahresende nur noch 2976 – ein Verlust von 64 aktiven Mitgliedern, wobei die Anzahl der Frauen von 260 zum Jahresende 2007 auf 273 im vergangenen Jahr gestiegen ist“, sagte Gödecke.

„Die Mitgliederentwicklung muss nach allgemeiner Einschätzung zwar noch nicht als bedrohlich gewertet werden, der erkennbare Abwärtstrend ist allerdings besorgniserregend“, stellte der Verbandsvorsitzende fest.
„Das Sozialverhalten unserer Mitbürger hat sich verändert beziehungsweise negativ entwickelt“, kritisierte Gödecke. „Wurde damals ein Neubürger in einer Ortschaft ansässig, hat er sich auch den örtlichen Einrichtungen, Vereinen oder der Freiwilligen Feuerwehr angeschlossen“, sagte er. „Heute sind in vielen Ortschaften riesige Baugebiete entstanden, aber man erinnert sich erst dann an die Feuerwehr, wenn der eigene Keller voll Wasser steht, die Küche brennt oder die Oma nach dem Läuten nicht die Tür öffnet.“

Auch bei den Jugendfeuerwehren gab es einen Rückgang der Mitgliederzahlen. Die am schnellsten wachsende Gruppe beziehungsweise Abteilung in den Feuerwehren seien hingegen die neu gegründeten Kinderfeuerwehren.

Mit den freiwilligen Feuerwehren werde den für den Brandschutz zuständigen Kommunen eine schwere Last abgenommen. Online-Umfragen durch den Landesfeuerwehrverband bei 4392 niedersächsischen Kameraden hätten ergeben, dass jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau statistisch gesehen auch noch pro Jahr 426 Euro aus der eigenen Tasche für die Ausübung des Ehrenamtes zulege.

„Es ist erfreulich, dass der Zuspruch zu den landeseinheitlichen Wettbewerben bei einigen Wehren wieder zugenommen hat“, lobte der Verbandsvorsitzende. Er betonte, dass die landeseinheitlichen Wettbewerbe nichts anderes als ein Teil der laufenden Ausbildung seien. Die Teilnahme am jährlichen Kreisentscheid sei für die qualifizierten Gruppen schon etwas Besonderes, zum außergewöhnlichen Ereignis werde bei entsprechender Qualifikation die Teilnahme auf Bezirksebene. Gödecke nannte die Ortswehr Wense, die sich für die Landeswettbewerbe in Hermannsburg qualifiziert habe.

Die Einführung des digitaler Funks, der Probebetrieb sollte 2009 starten, wird auf sich warten lassen: „Die heutigen Aussagen lassen erkennen, dass sich die Einführung um mindestens zwei Jahre nach hinten verschiebt“, sagte Gödecke.

Michael Schröder

Hintergrund

Kreisfeuerwehren rücken zu knapp 1000 Einsatzen aus

Viel zu tun hatten die 78 Peiner Ortsfeuerwehren im vergangenen Jahr: Die Freiwilligen wurden zu 227 Brandeinsätzen gerufen, in 157 Fällen bekamen sie Unterstützung von anderen Wehren. Dazu kommen 102 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen, die in 43 Fällen von Nachbarwehren unterstützt wurden.

„Die breite Palette der technischen Hilfeleistungen mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von der Hilfe beim Verkehrsunfall bis zur Türöffnung musste von den Feuerwehren in 269 Einsätzen abgearbeitet werden, auch hier war in 127 Fällen die Unterstützung durch weitere Wehren notwendig“, sagte Kreisbrandmeister Lothar Gödecke gestern bei der Kreisverbandsversammlung in Adenstedt. 13 Brandsicherheitswachen und fünf Fehlalarme vervollständigen diese Statistik. „Für das gesamte Einsatzgeschehen wurden unsere Feuerwehren zu 943 Einsätzen alarmiert“, sagte er.

Weit mehr als 100 Menschen, die bei Bränden oder sonstigen Unglückfällen verletzt wurden oder aus Notsituationen durch die Feuerwehr gerettet werden konnten, „werden die schnelle Hilfe durch die Feuerwehren sicherlich anerkennen“, sagte Gödecke. „Die erforderlichen Unterstützungsalarmierungen bei allen Einsatzszenarien machen aber auch deutlich, dass unser flächendeckendes Brandschutzsystem nach wie vor unersetzlich ist und mit allen Mitteln erhalten werden muss.“

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„Wir gehören hier schon zum Inventar“, scherzte Pastor Burkhard Kindler, als er die Gäste des Gottesdienstes in der Sankt Bernward Kirche begrüßte. Seit 25 Jahren arbeitet er gemeinsam mit Kirchenmusikerin Dagmar Klimke für die Gemeinde. So stand der Gottesdienst auch ganz im Zeichen der Musik. Neben dem Kirchenchor, den Dagmar Klimke seit 1984 betreut, gaben auch die Flötengruppe, der Kinderchor und die Gospelsänger Kostproben ihres Könnens.

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