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Lahstedt Nachmittagsprogramm: Zweite Betreuerin soll kommen
Kreis Peine Lahstedt Nachmittagsprogramm: Zweite Betreuerin soll kommen
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06:15 16.08.2012
Ein Mittagessen und danach Betreuung: Das soll es ab September auch in der Grundschule Groß Lafferde (u.) geben. Quelle: Tobias Kleinschmidt

Zwischenzeitlich konnte man die Ratlosigkeit der Ausschussmitglieder beinahe mit Händen greifen, denn die Ausgangslage war verzwickt: Um den Schulstandort Groß Lafferde zu erhalten, wollen Politiker, Verwaltung und Kirche ab September ein Nachmittagsprogramm für Grundschüler anbieten. Das Angebot ist bei Eltern inzwischen so gefragt, dass die Gruppenstärke auf über 12 Kinder ansteigen könnte.

Ab dieser Größe ist aber eine zweite Kraft notwendig. Geld eingeplant hat die Gemeinde aber nur für eine Erzieherin - und dieses im zweiten Haushaltsentwurf, der beim Landkreis Peiner derzeit genau geprüft wird. Gestern musste der Ausschuss unter Zeitdruck entscheiden: Etwa 5000 Euro für eine zweite Kraft in 2012 bereitstellen, oder es bei der Gruppengröße von 12 Kindern belassen.

Jörg Gilgen (SPD) argumentierte pro Gruppenvergrößerung: „Wir haben viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt, viele Ehrenamtliche für die Betreuung engagieren können und nun ist die Nachfrage sehr groß. Es sollte doch möglich sein, diese 5000 Euro anderswo einzusparen, um den Haushalt nicht weiter zu belasten!“

Manfred Tinius (SPD) argumentierte contra: „So schade es auch ist, aber wo sollen wir noch etwas streichen? Unsere freiwilligen Ausgaben liegen doch nur bei drei Prozent, da ist kein Spielraum mehr. Ich warne davor, weiter aufzusatteln und Gefahr zu laufen, dass uns der Kreis den Haushalt gar nicht genehmigt!“

Eine Lösung bot schließlich Lafferdes Pastor Burkhard Kindler an - die Kirche ist Träger der Betreuung. Er habe ein Konzept ausgearbeitet, das es ermögliche eine weitere Kraft für zehn Stunden einzustellen, ohne die bislang eingeplanten Gesamtkosten von etwa 31.700 Euro zu übersteigen. Dieses sei auch bereits mit der Schulbehörde, die das Konzept genehmigen muss, abgesprochen.

Mit Erleichterung stimmte der Ausschuss, der Vergrößerung der Gruppe bei gleichbleibenden Kosten zu und bat Kindler, dass Konzept dem Verwaltungsausschuss der Gemeinde vorzulegen.

Übrigens: Die Nachmittagsbetreuung ist zunächst auf ein Jahr befristet, nach einem halben Jahr soll erstmals resümiert werden. Weitergeführt werden sollte das Nachmittagsprogramm dann allerdings als Hort, plädiert Kindler jetzt schon. Dann müssten die Eltern einen Kostenbeitrag leisten, während das anstehende Nachmittagsprogramm - bis auf das Mensa-Essen - kostenfrei ist.

sip