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Münstedter vermissen zahme Taube

Wo ist „Schnecke“? Münstedter vermissen zahme Taube

Monatelang päppelten Christian und Maria Herbst aus Münstedt eine kleine Taube hoch. „Schnecke“, nannten sie ihren Gast. Und wenn sie „Schnecke“ riefen, kam sie angeflogen. Bis sie eines Tages nicht mehr kam: Seit Wochen fehlt von „Schnecke“ jede Spur.

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Quelle: oh

Münstedt. „Mein Neffe hatte die Taube im Spätsommer 2010 gefunden und zu uns gebracht – da war sie noch ganz jung und ohne Federn“, erinnert sich Christian Herbst. Das kleine Vögelchen war irgendwo aus dem Nest gefallen. „Sie hat geschnabbelt und Fressen in meinen Händen gesucht“ – und damit das Herz des Münstedters erobert. Er und seine Ehefrau entschieden sich, das Täubchen großzuziehen. Schon vor Jahren hatten sie eine Ringeltaube zur „Untermiete“ – Erfahrung und Voliere waren also vorhanden.

Anfangs blieb die Voliere – ursprünglich ein Hundekäfig – das Heim der kleinen Taube. „Ich habe ,Schnecke‘ dort besucht und ihr Futter gebracht. Sie hat sich darüber gefreut – laut gegurrt und sich im Kreis gedreht“, erzählt der Tauben-Papa. Auf den Namen „Schnecke“ kam seine Frau. Als Schnecke groß genug war, öffneten die Münstedter den Käfig. „Sie startete die ersten Flugversuche, kam aber immer wieder zurück“, erinnert er sich.

Auch später blieb sie ihren Menscheneltern treu. „Sie saß in den Bäumen, marschierte am Fenster entlang oder kam in den Wintergarten geflattert. Wenn ich Rasen mähte, lief sie hinter mir her“, erzählt er schmunzelnd. Abends brachte Herbst die Taube in die Voliere, um sie vor Raubtieren zu schützen. „,Schnecke‘ war ganz zutraulich – das war wohl ihr Todesurteil“, glaubt Herbst, denn eines Tages blieb sie spurlos verschwunden – „auf einmal“, so Herbst.

Erst Wochen später hört das Ehepaar von dem Schützling: Ein Nachbar erzählt, ihm sei eine Taube zugeflogen, die er an einen Züchter übergeben habe – „Schnecke!“, ist sich Herbst sicher. Der Züchter ließ das Tier am Weißen Kreuz zwischen Klein Lafferde und Münstedt fliegen. „Von dort fand sie nicht zurück“, glaubt Herbst, „oder sie wurde von einem anderen Tier getötet.“

Inzwischen hat der Münstedter Abschied genommen, doch ganz gibt er die Hoffnung nicht auf: „Ab und zu gucke ich noch, ob sie nicht doch wieder da ist.“

sip

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