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Lahstedt Letzte Spendenfahrt nach Weißrussland
Kreis Peine Lahstedt Letzte Spendenfahrt nach Weißrussland
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22:23 10.01.2014
Impressionen von der Spendenfahrt. Quelle: oh

Der Grund für das Ende der Tradition: Bei ihrem jüngsten Besuch, mussten die Münstedter an der Grenze wieder umkehren. Der weißrussische Zoll verhinderte die Weiterfahrt. „Wir hatten sechs Tonnen Hilfsgüter - vom Rollstuhl bis zur Bettdecke - im Gepäck und im Bus selbst, dafür hätten wir nach einem neuen Zollgesetz über 20 000 Euro zahlen müssen“, sagt der Münstedter kopfschüttelnd. „Wie sollen wir das leisten?“

Nach einer schier endlosen Diskussion an der Grenze kehrten die Helfer aus dem Kreis Peine wieder um, samt der Hilfsgüter. „Als unsere langjährigen weißrussischen Freunde erfuhren, dass wir nicht über die Grenze kommen, waren sie tief enttäuscht“, schildert Böker.

Wieder im Peiner Land angekommen, organisierten die Helfer einen anderen Spendentransport. „Und jetzt sind unsere Sachen dort angekommen“, erzählt Karin Böker. Ein Dankesschreiben ist liegt inzwischen auch in Münstedt vor - unterzeichnet von dem dortigen Landrat, dem Dorfrat und weiteren Verwaltungsvertretern und Freunden.

„Wir sind froh, dass alles angekommen ist“, sagen die Bökers, die aber auch Wehmut verspüren: „Der lange Spendentransport ist für uns jetzt leider finanziell und auch sonst nicht mehr leistbar.“ Sie werden weiter in Kontakt mit den Weißrussen bleiben und sie unterstützen. „Aber es ist einfach schade, dass ein solches Gesetz diese Hilfe praktisch unterbindet“.

sip