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Hilfe für die kleine Nele: Reitverein sammelte Geld

Lahstedt Hilfe für die kleine Nele: Reitverein sammelte Geld

Oberg. Unterstützung für Nele: Die Oberger Pferdefreunde haben jetzt eine Spendenaktion für die Sechsjährige organisiert, die von Kreisrunden Haarausfall betroffen ist.

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Die Oberger Pferdefreunde mit (vorne) Claudia Müller, Tochter Nele und Tochter Emma (3 Jahre).

Quelle: oh

Das diesjährige Osterreiten mit anschließendem Eiersammeln der „Oberger Pferdefreunde“ stand dieses Jahr unter einem besonderen Motto. Bei der Veranstaltung an der Scheune von Carsten Schmidt sammelten die Pferdefreunde für die Erforschung des „Kreisrunden Haarausfalls“ – und damit auch für Nele Müller.

Die Sechsjährige ist seit ihrem dritten Lebensjahr vom Kreisrunden Haarausfall (Alopecia Areata, siehe Hintergrund) betroffen – PAZ-Lesern dürfte die kleine Obergerin bereits bekannt sein: Unsere Zeitung stellte sie vor einem Jahr vor, als ihr Vater beim Peiner Volkstriathlon mitmachte, um auf die unerforschte Krankheit seiner Tochter aufmerksam zu machen. Die Oberger Pferdefreunde, die seit 20 Jahren bestehen, wollten Nele nun auf ihrem Weg unterstützen und spendeten den Erlös ihres Osterreitens von 200 Euro für die Erforschung der Alopecia Areata (AA).

„Da es aus medizinischer Sicht bis heute keine Möglichkeit gibt, dieser Autoimmunerkrankung entgegen zu wirken beziehungsweise sie zu heilen, ist es uns als Eltern besonders wichtig, die Forschung zu unterstützen, um den Auslöser der AA zu erforschen“, sagen Claudia und Markus Müller. Der Familie sei es zudem wichtig, die Krankheit weiter bekannt zu machen, damit Betroffene leichter damit umgehen können. „Wir sind zutiefst berührt über die tolle Aktion der Oberger Pferdefreunde und möchten uns von Herzen für die Spendenbereitschaft bedanken!“, sagen beide.

Zudem wollen die Müllers auch in diesem Jahr wieder an mehreren Triathlon-Veranstaltungen, etwa am Härke-Triathlon in Peine oder am Hamburger Triathlon teilnehmen: „Es ist unser Wunsch, dass Betroffene so akzeptiert werden, wie sie sind: als ganz normale Menschen“, sagen sie. „Unser Motto: Ohne Haare, aber mit Köpfchen!“

Familie Müller bittet Betroffene von Kreisrundem Haarausfall, sich Blut abnehmen zu lassen, um die Forschung voranzubringen. Weitere Infos und Kontakte vermittelt ein Betroffenen-Verein, unter www.kreisrunderhaarausfall.de.

Hintergrund zu Alopecia Areata:

An Kreisrundem Haarausfall, in der Fachsprache Alopecia Areata genannt, leiden bundesweit etwa eine Million Menschen. Man versteht darunter einen runden, lokal begrenzten krankhaften Haarausfall. Bei vielen Menschen wachsen diese kahlen Stellen auch ohne Behandlung wieder zu, jedoch kann der Haarausfall auch weiter fortschreiten und zum Verlust aller Kopfhaare oder auch zum Verlust aller Körperhaare führen. Die Krankheit ist noch weitestgehend unerforscht. Vermutet wird eine durch das Erbgut verursachte Autoimmun-Erkrankung: Die körpereigene Abwehr wendet sich gegen die eigenen Haarfollikel und lässt die Haare ausfallen. Dabei wird die Haarwurzel meist nicht geschädigt, ein späterer Haarwuchs nach dem Ende der Krankheit ist möglich.

sip

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