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Herr Du, Dr. Xu und der Klärschlamm

Chinesische Delegation Herr Du, Dr. Xu und der Klärschlamm

Zur Begrüßung im Lahstedter Rathaus gab es grünen Tee für Herrn Du und Dr. Xu: Eine chinesische Delegation hat die weite Reise nach Lahstedt auf sich genommen, um von der Technik der Klärwerke in Gadenstedt und Groß Lafferde zu lernen.

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Besuch aus Fernost in Lahstedt (von links): Michael Blumberg, Hans-Joachim Föste, Lie Jianqiang, Du Jianqiang, Dr. Xu Ruiyin und Manfred Tinius.

Quelle: Kim Neumann

Lahstedt-Gadenstedt. Was haben die 10.500-Einwohner-Gemeinde Lahstedt und die 2,1-Millionen-Stadt Suzhou in China gemeinsam? Die Antwort: Das Interesse an naturnaher, energiesparender Abwasserreinigung. In Lahstedt gibt es bereits zwei große Pflanzenklärwerke nach diesen Prinzipien, nämlich in Gadenstedt und Groß Lafferde, sowie Mischwasserbiotope in Münstedt und Oberg. In Suzhou, einer Seidenproduktions- und Hochtechnologie-Stadt in der Nähe Shanghais, könnte es bald Klärwerke nach diesem Modell geben – allerdings ungleich größer. Aus diesem Grund besuchten drei Chinesen mit einem Fotoapparat das „kleine“ Lahstedt: die Herren Dr. Xu Ruiyin und Du Jianqiang gemeinsam mit Übersetzer Lie Jianquiang .

Gang über Expo-Anlage

Mit grünem Tee begrüßten Lahstedts Werksleiter Hans-Joachim Föste sowie Klärwerk-Ingenieur Michael Blumberg und Werksausschussvorsitzender Manfred Tinius die Gäste aus Fernost im Rathaus der Gemeinde.

Bei bestem Präsentationswetter ging es nun zur Exkursion über das Expo-Projekt Gadenstedt. Das naturnahe Pflanzenklärwerk wurde 1998 für etwa vier Millionen Mark fertiggestellt, etwa 400.000 davon kamen als Zuschuss. Vor allem der Tropfkörper aus den 60er Jahren stieß auf großes Interesse und Staunen bei den Besuchern – dass ein so „alter“ Bau mit Lavastein- und Bakterientechnik immer noch seine Leistung zur Vorklärung des Abwassers erbringt, nahmen die Chinesen mit wohlwollender Verwunderung zur Kenntnis.

Auch die Klärschlammvererdung in Groß Lafferde ließen sich die Chinesen von ihren Gastgebern genau erklären: Der nasse Schlamm wird über Schilfbeete verteilt. Ein Teil der Flüssigkeit wird über die Pflanzen verdunstet, der Rest tropft über die Drainage ab und wird als normales Abwasser geklärt. Alle 12 bis 14 Jahre wird der dann stichfeste Schlamm abgetragen und an Landwirte als Dünger weitergegeben. „Der Schlamm wiegt erheblich weniger als ungetrocknet – dadurch spart man erheblich an den Transportkosten“, erklärt Werksleiter Föste. Auch hier zeigten sich die Chinesen hoch-interessiert.

„Dem Ziel, neue Ideen für die Lösungen der gewaltigen Umweltprobleme in China zu gewinnen, ist man näher gekommen“ – mit diesen Worten bedankte sich Dr. Xu nach der abschließenden Besichtigung der Mischwasserbiotope in Münstedt und Oberg. Er beglückwünschte die Lahstedter für die Pionierarbeit – viele kleinere Projekte zeigten häufig mehr Wirkung als eine große Anlage.

Die chinesischen Gäste fuhren nach der Verabschiedung weiter zu den Rieselfeldern in Braunschweig sowie zu naturnahen Projekten bei Berlin, um auch dort Ideen zu sammeln.

sip

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