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Lahstedt Groß Lafferde: Handy-Spionage und Kritik an Limburg
Kreis Peine Lahstedt Groß Lafferde: Handy-Spionage und Kritik an Limburg
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00:15 16.01.2014
Im Gemeindehaus: Ursula Kopitzki-Schröder und Burkhard Kindler. Quelle: oh
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Mehr als einhundert Gemeindeglieder, Vereins- und Verbandsvertreter, Kommunalpolitiker und kirchliche Mitarbeiter hatten sich eingefunden, miteinander ins Gespräch zu kommen, gemeinsam Kaffee zu trinken und Gottesdienst zu feiern. Nachdem Ute Blume in Vertretung von Brigitte Lüddeke, der stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, alle begrüßt und einen kurzen Jahresrückblick und eine Vorschau über die Aktivitäten der Kirchengemeinde gegeben hatte, ergriff, wie seit vielen Jahren üblich, Pastor Burkhard Kindler das Wort. Er führte die Zuhörer wieder mit teils sehr launigen Worten und Wortspielen durch die Weltereignisse des letzten Jahres. Kritische Hinweise auf die Ereignisse in Limburg und Rom konnte er sich ebenso wenig verkneifen wie einen saftigen Kommentar zur Enttarnung der amerikanischen Handyspionage. Nach seiner Meinung haben die Vereinigten Staaten mehr als nur ihre Glaubwürdigkeit und moralische Integrität verspielt.

Den hiesigen Kommunalpolitikern wünschte er eine ruhige Hand, ein unaufgeregtes Wesen und viel Glück beim Ringen um neue Strukturen und neue Wege, Eigenentschuldung und Fusion. Allein schon, dass sie sich diesem Stress unterziehen, ist des Dankes wert. Doch was ist das alles gegenüber der Not der Flüchtlinge aus Syrien und der Schiffbrüchigen vor Lampedusa?, fragte Kindler: „Es gibt wahrlich Schlimmeres als Pferdefleisch gegessen zu haben“.

Die schönste Nebensache der Welt komme aus einem Jahr vieler Erfolge im Damen- und Herrenbereich und lenke den Blick nun nach Brasilien: „Jogi und seine Jungs wollen es jetzt wirklich wissen“, so Kindler. „Auf geheimnisvolle Tore sollten sie aber verzichten. Ehrlich währt am längsten.“

In dem abschließenden Gottesdienst predigte Kindler gemeinsam mit Pastorin Ursula Kopitzki-Schröder zur neuen Jahreslosung, die alle als kleines Lesezeichen im Anschluss mitnehmen konnten: „Gott nahe zu sein, das ist mein Glück.“

rd

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