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Lahstedt Gadenstedt wird zweite Ganztagsschule in Lahstedt
Kreis Peine Lahstedt Gadenstedt wird zweite Ganztagsschule in Lahstedt
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00:26 21.09.2014
Die Grundschule Gadenstedt - hier bei einer Feier - wird zweite Ganztagsschule in Lahstedt. Quelle: im
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Zwar waren keine Bürger anwesend, die sich zu dem nicht unumstrittenen Thema geäußert hätten, aber ganz ohne Diskussion ging der Beschluss auch nicht vonstatten. Es war Christdemokrat Hans Steinbach, der seine Bedenken äußerte und nach der Diskussion gemeinsam mit Axel Habekost und Reinhard Unverzagt (beide ebenfalls CDU) gegen den Beschluss stimmte.

Zum einen war Steinbach der zweite Satz im Beschlussvorschlag ein Dorn im Auge, der lautete: „Bis zur endgültigen Umsetzung der Inklusion zum Schuljahresbeginn 2018/2019 werden alle Standorte erhalten.“ Dies sei unglücklich formuliert, fand der Adenstedter, der dabei auch den bedrohten Schulstandort in seinem Heimatdorf im Auge hatte und fürchtet, dass er nach 2019 geschlossen wird. „Stirbt die Schule, stirbt das Dorf“, warnte er. „Zum zweiten vermisse ich eine Elternbefragung, wer überhaupt eine Ganztagsschule will“, so Steinbach. Auch in Oberg - der ersten Ganztagsschule Lahstedts - seien nur wenige Schüler aus anderen Ortschaften.

Jörg Gilgen (SPD) hielt dagegen, dass die Einrichtung der Ganztagsschule in Gadenstedt nichts mit möglichen Schulschließungen zu tun habe. „Zunächst müssen wir die genauen Kosten für Brandschutzinvestitionen und Co. in Adenstedt und Groß Lafferde ermitteln. Und erst dann können wir auch die Eltern befragen.“ Die Schülerzahlen bis 2019 ließen sich errechnen, darüber hinaus schlichtweg nicht, weshalb die Formulierung eher positiv gemeint sei, fand Gilgen, was auch Groß Lafferdes Ortsbürgermeister Rainer Röcken (CDU) per Zwischenruf bestätigte. Gilgen fuhr fort, dass es Diskussionsveranstaltungen in Adenstedt und Groß Lafferde gebe, sobald man Zahlen hat. „Dann gucken wir, wo es Sinn macht, Schulen zu erhalten.“

Grünen-Ratsherr Heiko Sachtleben war es wichtig, dass der Beschluss gefasst wird - „es gibt viel Unruhe bei Eltern und Lehrern. Zudem ist der Rat ein Auslaufmodell, das mit dem Beschluss ein Signal an den neuen Rat sendet, was er will!“

Der Ratsleute stimmten mehrheitlich für den Beschluss - mitsamt dem debattierten zweiten Satz.

sip

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