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Förderverein mietet Gebläsehalle: „Unglücklich“

Lahstedt Förderverein mietet Gebläsehalle: „Unglücklich“

Erneute Reibereien zwischen dem Förderverein „Haus der Geschichte“ und der Gemeinde Lahstedt: Der Verein hat einen Mietvertrag mit der kreiseigenen Wirtschafts- und Tourismusgesellschaft Wito abgeschlossen, um im Untergeschoss der Gebläsehalle Exponate aus der Dampfzentrale auszustellen. Seit deren Abriss sicher ist, versucht der Verein den Planungsverband zu überzeugen, ihm die Räume zu überlassen. Bislang blockte vor allem Lahstedt ab.

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Ist der Mietvertrag fürs Untergeschoss ungültig? Die rechtliche Lage liegt noch im Dunkeln.

Quelle: cb

Lahstedt-Gadenstedt . Nun haben sich Verein und Wito über eine Nutzung geeinigt: „Wenn wir da unten reingehen, kostet das die Gemeinden nichts“, sagt Klaus-Henning Großpietsch, Vorsitzender des Fördervereins. „Die Wito und wir profitieren davon.“ Der Verein habe einen Raum, der über Sanitär- und Heizungsanlagen verfügt, die Wito könne bei Veranstaltungen geschichtliche Exponate vorweisen, sagt Großpietsch: „Das fördert die Vermarktung.“

Das Problem ist jedoch: Die Wito ist selbst nur Mieter des Gebäudes, Eigentümer ist der Planungsverband – und der habe von diesem Mietverhältnis gar nichts erfahren, beklagt Lahstedts Bürgermeister und Verbandsmitglied Klaus Dieter Grimm (parteilos). Der Verbandsvorsitz soll den Vertrag nun rechtlich prüfen: „So lange das nicht geklärt ist, wird nicht vermietet“, beharrt Grimm.

Großpietsch pocht dagegen darauf, dass die Wito die Halle für Veranstaltungen weitervermieten dürfe – man könne die Ausstellung des Vereins ebenfalls als Veranstaltung deuten. Dem widerspricht Lahstedts Bürgermeister: „Es geht ja nicht um eine zeitlich begrenzte Nutzung, wie bei einem Weihnachtsmarkt, sondern um eine permanente.“ Viel wichtiger sei aber eine baurechtliche Genehmigung: „Wer haftet, wenn sich ein Schüler beim Klassenbesuch in der Ausstellung verletzt? Ist der Raum überhaupt ausreichend gesichert? Es braucht eine Freigabe vom Landkreis.“ Die Herrichtung des Raumes könne allerdings teuer werden, befürchtet er. „Die Idee, die Räume über die Wito zu vermieten, ist ja nicht schlecht“, darüber habe man mit dem Förderverein auch schon einmal gesprochen, „aber wie sie praktiziert wurde, ist unglücklich.“

Auch Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD), der sich für die Nutzung der Räume durch den Förderverein einsetzt, stimmt Grimm in diesem Punkt zu: „Das war vorschnell gemacht.“ Es fehle eine baurechtliche Genehmigung und die Zustimmung des Eigentümers – „und den Gemeinden dürfen keine zusätzlichen Kosten entstehen.“

Simon Polreich

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