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Lahstedt „Finger weg von unserer Grundschule“
Kreis Peine Lahstedt „Finger weg von unserer Grundschule“
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22:25 04.08.2014
Die Schule in Groß Lafferde. Quelle: Archiv
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In einem offenen Brief mit dem Titel „Finger weg von unserer Grundschule“ schreibt sie, dass mit der Einrichtung der Ganztagsschule in Gadenstedt „erhebliche Kosten“ auf die Gemeinde zukommen, „denn die Schule in Gadenstedt ist weder für den Mensa-Betrieb ausgerichtet, noch bietet sie ohne große Um- oder Anbaumaßnahmen die Möglichkeit der Einrichtung einer Mensa“, so Fricke, die keinen Platz für eine Mensa in Gadenstedt sieht. Zudem seien Arbeiten auf dem Schulhof aufgrund von Altlasten nicht möglich.

Beiden Punkten widerspricht Heike Kautz von der Lahstedter Gemeindeverwaltung: „Die Gemeinde hat bereits vor Jahren, als es schon mal einen Anlauf für eine Ganztagsschule in Gadenstedt gab, ein Grundstück für eine Mensa neben der Schule erworben.“ Die angesprochenen Altlasten befänden sich im Boden des Oberger Schulhofs, weswegen dort arbeiten unmöglich sind. Das sei in Gadenstedt nicht der Fall.

„Außerdem sehe ich die Parkplatzsituation in Gadenstedt als vollkommen unzureichend an, auch sehe ich die Zufahrtsmöglichkeiten als schwierig an“, gibt Fricke zu bedenken. Kautz antwortet: „Dauerhaft parken müssten nur die Lehrer und das wären nur unwesentlich mehr. Ein Bus könnte an der Straße Teichstätte halten, der Fußweg von dort zur Schule ist etwa genauso lang wie der Weg von der Großen Straße in Adenstedt zur Schule“, schätzt Kautz.

Die Adenstedterin Fricke schlägt als Alternative eine Ganztagsschule in Adenstedt vor. Zufahrt und Parkplatzsituation seien besser - und der ehemalige Kindergarten könne zur Mensa umfunktioniert werden. Kautz hält dagegen: Die Umbauten zu einer Ganztagsschule würden sich in Adenstedt und Groß Lafferde komplizierter gestalten. „Die Gebäude sind denkmalgeschützt. Das heißt, dass Materialauswahl, Dachneigung ecetera immer unter dem Aspekt stehen müssen, dass es den Charakter des Bauwerks oder des Gebäudeensembles nicht verändern darf.“ Das wirke sich immens auf die Kosten aus.

Die Schulen in Groß Lafferde und Adenstedt sind bis 2018 sicher. Alles weitere sei zurzeit nicht zu berechnen, so Kautz. „Wenn die Schülerzahlen weiter sinken, sollte man sich in der Diskussion aber auch fragen, ob man für sein Kind eine Schule mit wenig Personal und dementsprechend mangelnder pädagogischer Qualität will.“

sip

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