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„Es muss wohl erst was passieren“

Kreisstraße 29 „Es muss wohl erst was passieren“

Die Straße ist noch nicht einmal ganz fertig, schon gibt es Ärger: Die Bewohner des Seniorenheims „Brockenblick“ bei Gadenstedt sind sauer, weil sie nur mit einem für sie großen Umweg die umgestaltete Kreisstraße 29 überqueren können. Und die Aussagen der Behörden geben wenig Hoffnung auf Besserung.

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Verärgerte Senioren (von links): Melitta Burgdorf, Otto Pahl und Maria Marsula sowie Heimleiterin Anke Bode(Zweite von rechts).

Quelle: mu

Lahstedt-Gadenstedt. „Für Sie sind 100 Meter vielleicht nicht viel – für uns schon“, sagt Melitta Burgdorf und blickt zu ihren Altersgenossen, die sich in einem Raum des Seniorenheims „Brockenblick“ bei Gadenstedt versammelt haben. Burgdorf ist Vorsitzende des Heimbeirates und ärgert sich zusammen mit ihren Mitbewohnern über den Ausbau der Kreistraße 29 direkt vor der Tür des Seniorenheims.

Um den Verkehrsfluss zu verbessern, wurde ein Linksabbiegerstreifen für Fahrzeuge eingerichtet, die zum neuen Einkaufszentrum oder zum Rewe-Markt fahren wollen. Da die dreispurige Straße von Senioren nur schwer zu überqueren ist, wurde eine Überquerungshilfe eingerichtet.

Bedarfsampel gefordert

Das Problem für die Senioren: Die Verkehrsinsel liegt 50 Meter in Richtung Ortseingang – die oft gehbehinderten Menschen müssen also einen insgesamt 100 Meter weiten Umweg in Kauf nehmen. „Außerdem rasen die Autos wegen der neuen Verkehrsführung hier schneller vorbei als vorher“, ärgert sich Burgdorf. Die Senioren fordern eine Bedarfsampel, damit auch sie die Straße sicher überqueren können.

„Die Errichtung einer Ampelanlage ist an enge Vorgaben der Verkehrsbelastung gekoppelt“, sagt Hans-Joachim Kloster von der Lahstedter Gemeinde-Verwaltung. „Nach unseren Informationen reicht die Verkehrsbelastung nicht aus, um eine Ampelanlage zu rechtfertigen.“

Der Landkreis als Träger der Bauarbeiten sieht das ähnlich. „Verkehrsbeschränkungen haben sich an den tatsächlichen Verhältnissen auszurichten“, erläutert Katja Schröder, Pressesprecherin des Landkreises Peine. „Wie sich das Verkehrsgeschehen dort entwickeln wird, bleibt abzuwarten.“ Die Kosten für eine Bedarfsampel bezifferte Schröder auf zu 40.000 Euro – hinzu kämen jährliche Kosten von etwa 1000 Euro.

„Die Fußgängerinsel näher an der Einmündung zum Altenheim zu platzieren, ist technisch leider auch nicht möglich, da hier Linksabbiegestreifen zum Versorgungszentrum und zum Baugebiet Brockenblick vorhanden sind“, erläutert Schröder weiter.

Melitta Burgdorf ist von den Aussagen der Behörden enttäuscht. „Wahrscheinlich muss erst was passieren, damit sich etwas rührt“, sagt die Seniorin.

mu

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