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Ein Bett für die Bronzeriesen

Gadenstedt Ein Bett für die Bronzeriesen

Große Vorfreude: Früher als geplant bekommt die St.-Andreas-Kirche in Gadenstedt ein neues Geläut. Die drei Bronzeglocken wurden in Karlsruhe gegossen – 50 Besucher aus Lahstedt waren dabei.

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1020 Grad heiß ist die Bronze, die langsam durch das Gießbett fließt.

Quelle: privat

Lahstedt-Gadenstedt . Staubig und warm ist es in der Halle der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe. 1020 Grad heißes Metall fließt langsam durch das Gießbett. Aus sieben Tonnen Bronze werden gerade acht Glocken gegossen – drei davon für die Kirchengemeinde St.-Andreas in Gadenstedt.

50 Lahstedter erlebten diesen einmaligen Moment mit. Seit November 2007 wird für ein neues Geläut bereits gesammelt (siehe Hintergrund). Eigentlich hatte man sich fünf Jahre Zeit gegeben, doch jetzt kann das Projekt wohl schon früher verwirklicht werden.

„Emotionale und ergreifende Momente

1700, 1100 und 780 Kilo wiegen die Bronzeriesen, die statt der alten Stahlglocken in der Gadenstedter Kirche erklingen sollen. Mit einer liturgische Andacht - gehalten von zwei Pastoren anderer Gemeinden und dem Gadenstedter Pastor Norbert Paul - wurde der Glockenguss in der Gießhalle begleitet.

„Es waren sehr emotionale und ergreifende Momente, die die Beteiligten hier erleben durften“, erzählt Rita Bartels vom Glockenausschuss der Kirchengemeinde. Lange hatten die Gadenstedter der Zwei-Tagesfahrt nach Karlsruhe entgegengefiebert.

„Leider war die Elektrik des Ofens ausgefallen, und der Guss wurde zeitlich verschoben“, erzählt Bartels. „Als der Gießtermin definitiv auf 19 Uhr festgelegt wurde, war es für uns keine Frage: wir harren aus.“ Bis dahin lernten die Lahstedter Gäste so Einiges über die Entstehung einer Glocke und wurden durch die Fertigungshallen geführt.

Der eigentliche Moment des Gießens war dann fast zu schnell vorbei. Fest gemauert in der Erde liegen die drei Glocken nun in ihrem Bett in der Glockengießerei. In zwei Wochen ist das Metall soweit abgekühlt, dass man sie herausnehmen und auf eine gelungene Fertigung überprüfen kann.

„Wir Gadenstedter dürfen uns auf drei Glocken freuen, die durch ihre Durchmesser von 1,41, 1,21 und 1,08 Metern sowie ihren entsprechenden Wandstärken einen wunderbaren Dreiklang hören lassen werden“, verspricht Bartels.

Tobias Mull

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