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Lahstedt Ehrenmal: Legt Kirche Veto ein?
Kreis Peine Lahstedt Ehrenmal: Legt Kirche Veto ein?
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20:23 14.10.2009
Sie wollen den Thieplatz als Standort nicht aufgeben (von links): Bodo Herbst, Willi Böckem, Fritz Timpe, Horst Backhaus, Mario Wesche (CDU) und Runa Behrend (FBL) fordern die Umsetzung des Ehrenmals. Quelle: sip
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Lahstedt-Gadenstedt. Für die Unterschriftensammler Bodo Herbst, Horst Backhaus, Fritz Timpe und Willi Böckem ist es zumindest ein Etappensieg. Nachdem die Liste mit 514 Unterschriften nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatte, hoffen sie nun, dass der Vorstand der St.-Andreas-Kirche die Umsetzung des Ehrenmals innerhalb des Kirchengrundstücks doch noch verhindert.

Hintergrund: Mitte Juli hatte die knappe SPD-Mehrheit im Ortsrat durchgesetzt, dass das Ehrenmal innerhalb des Kirchengrundstückes umgesetzt werden soll. An seinem bisherigen Standort kann es wegen des Baus der neuen Kinderkrippe nicht bleiben. Die Opposition aus CDU und FBL hatte dagegen den Bäckerthie als neuen Standort gefordert. Anfang August reichten dann Bürger eine Unterschriftensammlung gegen den Beschluss ein, doch davon ließ sich die SPD nicht umstimmen.

Jetzt haben Herbst und Co wiederum per Unterschriftenaktion eine Kirchenversammlung am 10. November erwirkt. Dann soll diskutiert werden, ob die Kirche mit einem Veto die Umsetzung auf Kirchengrund verhindern und damit zumindest die Chancen erhöhen soll, das Ehrenmal doch auf den Bäckerthie setzen zu lassen.

Die Entscheidung liegt bei dem Kirchenvorstand, der allerdings nicht an den Tenor in der Gemeindeversammlung gebunden ist. In einem Kirchenblatt hatte Gadenstedts Pastor Norbert Paul bereits klar gestellt, das der Kirchenvorstand die Umsetzung des Ehrenmals auf den Bäckerthie favorisiert. Trotzdem habe das Gremium damals der Umsetzung auf dem eigenen Gelände zugestimmt.

Kirchenvorstands-Mitglied Heinz Gröger erklärt: „Wir haben uns für den Bau der Krippe auf dem Kirchengelände eingesetzt, als im Ortsrat noch andere Krippen-Standorte im Gespräch waren“. Deshalb habe man zugesagt, sich an der notwendigen Umsetzung des Ehrenmals zu finanziell beteiligen. Auch der Standort des Mals an der Kirche sei dem Entgegenkommen geschuldet.

„Wir sind allerdings nicht davon ausgegangen, dass das Mal soweit nach hinten gesetzt wird, wie es in dem aktuellen Architektenentwurf geplant ist“, sagt Gröger. „Ich privat favorisiere den Bäckerthie, bin aber bereit, mich der Mehrheitsmeinung in der Gemeindeversammlung anzuschließen.“

sip

Hintergrund

Umbau Bäckerthie

So wünschen sich die Unterschriftensammler das Ehrenmal: Auf die Grünfläche zwischen Bäckerthie und der Straße Am Thie soll der schwarze Stein von 1870 gestellt werden. Der Stein zum Ersten Weltkrieg soll dorthin, wo zurzeit das Schild steht. Mit den übrigen vier Steine links und rechts daneben soll er einen Halbkreises bilden.

„Rund 3000 Euro mehr würde die Umsetzung auf den Thie mit einem Kran laut Architekt kosten“, schätzt CDU-Mitglied Mario Wesche. Die gesamten Kosten habe ihm die Gemeindeverwaltung noch nicht nennen wollen. Die Unterschriftensammler zeigten sich bereit, mit eigenen Landwirtschaftsmaschinen Umbauarbeiten zu übernehmen und auch Geld beizusteuern. Nicht dringend notwendig für den Umbau sei es, die Kastanien auf dem Platz zu fällen, sagt Bodo Herbst: „Allerdings sind die ohnehin von Schädlingen befallen.“

sip

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