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Lahstedt Dampfzentrale: Lahstedt will aussteigen
Kreis Peine Lahstedt Dampfzentrale: Lahstedt will aussteigen
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23:00 19.05.2009
Steht Ilsede bald alleine mit ihr da? Die Dampfzentrale auf dem ehemaligen Hüttengelände. Quelle: Simon Polreich

Lahstedt-Gadenstedt. „Derjenige, der den Dampfzentralen-Erhalt befürwortet, soll sie haben“, sagt Lahstedts Bürgermeister Klaus Dieter Grimm (parteilos). Er bestätigte gestern die Gerüchte, dass sich die Gemeinde Lahstedt aus der Mit-Finanzierung für den Erhalt des ehemaligen Industriegebäudes auf dem Ilseder Hüttengelände zurückziehen möchte. In der Planungsverbands-Vorstandssitzung am Montag hatten Lahstedter Mitglieder einen Antrag eingereicht, der den Ausstieg besiegeln soll (PAZ berichtete).

„Es drangen in den vergangen Wochen immer mehr Informationen durch, dass nicht nur zwei Maschinen, sondern auch der Generator, der mit dem Fundament verbunden ist, unter Denkmalschutz gestellt werden“, erklärt Grimm. Oft habe man in den Sitzungen vor vollendeten Tatsachen gestanden. „Ohne Gebäude können die Maschinen wohl nicht aufgehoben werden – wir gehen davon aus, dass der Abriss also nicht mehr möglich ist.“ Diese Entwicklung sowie die Veränderung der Mehrheitsverhältnisse im Ilseder Rat – die Dampfzentralen-Befürworter sind nun in der Mehrheit – haben die Lahstedter geschlossen zu dem Schritt bewogen.

Vor allem den Anteil an den Städtebaufördermitteln will Lahstedt nicht ausgeben: 795000 Euro stehen für den Abriss, möglicherweise aber auch für den Erhalt des Gebäudes bereit, ein Drittel davon übernehmen die Gemeinden – auf Lahstedt entfällt also ein Sechstel, umgerechnet müsste die Gemeinde 132500 Euro für den Erhalt aufbringen – obwohl der Rat für den Abriss ist.

Der Rückzug soll nun mit Ilsede verhandelt werden – einfach gehen können die Lahstedter nicht: Die Dampfzentrale gehört dem Planungsverband, der von beiden Gemeinden getragen wird. „Hier ist eine beiderseitige Vereinbarung erforderlich“, sagt Grimm. Er rechnet mit einer Einigung: „Entweder wird die Zentrale an eine Stiftung übergeben oder an die Gemeinde Ilsede.“

Hier sei das letzte Wort aber noch nicht gesprochen – zunächst müsse die rechtliche Situation des Ausstiegs geklärt werden, erklärt Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD), den die Lahstedter Pläne überrascht haben. „Ilsede kann nicht die volle Summe übernehmen. Ich hoffe, dass wir in den Verhandlungen einen Mittelweg erreichen.“ Auch bezüglich des Denkmalschutzes seien nicht alle Fragen abschließend beantwortet. Dass die Stiftung Industriekultur finanziell einspringt, sieht der Bürgermeister bislang nicht: „Sie haben doch nur 25000 Euro Stiftungskapital.“

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