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Brand in Adenstedt – der Tag danach

Adenstedt Brand in Adenstedt – der Tag danach

Verkohlte Holzbalken, zerborstene Fensterscheiben, durch die man verrußten Hausrat sehen kann – am Tag nach dem schweren Brand in der Maschstraße in Adenstedt tritt die Zerstörung durch das Feuer erst richtig zutage.

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Kein schöner Anblick: Das verbrannte Haus am Tag danach.

Quelle: Isabell Massel

Lahstedt-Adenstedt. Am Mittwochnachmittag war das Feuer ausgebrochen, 104 Feuerwehrleute hatten die Flammen in Adenstedt bekämpft. Die Brandursache ist noch ungeklärt.

Nachbarin Angela Roffmann steht in ihrem Vorgarten und blickt auf das ausgebrannte Fachwerkhaus. Nur etwa zwei Meter von der Brandruine entfernt steht ihr Eigenheim – es hat auch etwas abbekommen: „Zwei Fenster sind zerborsten und die Wohnung ist total verräuchert – zum Glück ist nicht mehr passiert“, sagt sie.

„Es ist ein Jammer“, sagt Karl-Heinz Funke, der auf der anderen Seite des ausgebrannten Hauses wohnt. Seine Familie und sein Haus haben nichts abbekommen. Vor allem um die Bewohner des verbrannten Hauses tut es ihm leid. „Vor einem Jahr hatten wir mit der Frau Fricke noch eine Party gefeiert. Damit hatte sie sich bei allen Helfern bedankt.“ Erst im Dezember 2007 war das obere Geschoss bei einem kleineren Brand zerstört worden. „Es ist schon seltsam, dass es hier so häufig brennt.“

Wie eine Chronik der Zerstörung liest sich die Reihe der Großbrände in der näheren Umgebung: Im Dezember 2005 hatte der nur wenige Meter entfernte Hof von Wolfgang Könnecker gebrannt. Ursache: Brandstiftung, fahrlässig oder vorsätzlich. Im Juni 2006 war nur ein paar Schritte weiter die leer stehende Kneipe „Willi Walter Zur Ecke“ ausgebrannt. 2007 folgte dann der Brand in dem Fachwerkhaus in der Maschstraße, das nun am Mittwoch erneut den Flammen zum Opfer fiel.

Zur aktuellen Brandursache kann die Polizei noch keine Angaben machen, sagt Polizeisprecher Stefan Rinke: „Die Ermittlungen können erst beginnen, wenn keine giftigen Dämpfe mehr im Haus entstehen.“

Bewohnerin Barbara Fricke musste schon zum zweiten Mal einen Wohnungsbrand erleiden. Sie ist am Boden zerstört: „Ich glaube aber, dieses Mal ist das Haus nicht mehr zu retten – mal abwarten, was die Versicherung sagt.“ Dankbar ist sie ihren Freunden und Nachbarn in Adenstedt – ein Bekannter konnte ihr sofort eine neue Wohnung im Ort anbieten. Auch den anderen Bewohnern des verbrannten Hauses hat sie eine Unterkunft besorgt. Jetzt geht sie in Adenstedt von Haus zu Haus – „um das Nötigste für mich und die anderen Bewohner zu organisieren.“

Simon Polreich

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