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„Alles in Arnunge“ mit dem Zungenragout

Bauernthing in Groß Lafferde „Alles in Arnunge“ mit dem Zungenragout

Schnitzel oder Zungenragout? Diese Frage mussten die Gäste beim Bauernthing erst einmal mit sich ausmachen, bevor die Traditionsveranstaltung rund um das Einkaufen der Neubürger losging. Etwa 160 Gäste hatten sich eingefunden – nur Männer, denn Frauen sind „bis auf Bedienstete nicht erwünscht“, erklärte Ortsbürgermeister Rainer Röcken (CDU) bei der Begrüßung.

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Ganz schwarzer Humor beim Bauernthing in Groß Lafferde.

Quelle: Christian Bierwagen

Lahstedt-Groß Lafferde. Deftiges Essen stand an, doch erst gab es Deftiges aus der Politik: Röcken erinnerte an die positiven Momente des vergangenen Jahres – darunter der endlich fertiggestellte Umbau in der Grundschule, die trotz knapper Kassen vergebenen Ortsratsmittel und der beharrliche Widerstand gegen die Wahle-Mecklar-Trasse. Besonders hervor hob er den Lafferder Markt mit der historischen Meile des Heimat- und Kulturvereins.

Ein „Schlag vor den Bug“ war hingegen der angekündigte Abschied der Volksbank zugunsten des Gadenstedter Markt-Zentrums. Auch der marode Wasserturm schockte die Bürger. Doch inzwischen habe man 30 000 Euro an Spenden für den 86 000 Euro teuren Erhalt zusammen. Davon kommen allein 20 000 vom Heimat- und Kulturverein, der das Geld wohlweislich in den vergangenen Jahren zurückgelegt habe.

Nach der Niedersachsensuppe gab Bürgermeister Klaus Dieter Grimm (parteilos) kurz, aber nicht zu kurz Bericht. Zwar sei „ohne Moos nix los“, dennoch konnte man dank Konjunkturpaket 2,4 Millionen in die Infrastruktur investieren, bei 800 000 Eigenfinanzierung – „eine gute Quote“, befand Grimm.

Die derzeitige Hitze in der Hähnchenmast-Diskussion beurteilte Grimm als „überzogen“, es gelte sachlich zu bleiben. Zwar sei für Anlagen unter 40 000 Hähnchen kein öffentliches Beteiligungsverfahren vorgesehen, „wir fordern von den Antragstellern aber eine öffentliche Vorstellung des Projektes – zunächst in Groß Lafferde“, sagte Grimm. Die Öffentlichkeit habe einen Anspruch auf Informationen. Generell „muss man neuen Betrieben aber eine Chance geben“, erklärte Grimm und erntete Applaus aus dem Saal.

Nach der Rede wurden nun endlich die großen Schüsseln mit Zungenragout auf die Tische gestellt. Gäste, die nach einer Zigarettenpause keine Zunge mehr in den Schüsseln fanden, wurden nach kurzem Schock mit frischen Nachschub zufriedengestellt und so konnte am Ende jeder sagen: „In Gruden Laffer is alles in Arnunge!“

Simon Polreich

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