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Adenstedterin veranstaltet Demo gegen Hähnchenmast

Lahstedt-Adenstedt Adenstedterin veranstaltet Demo gegen Hähnchenmast

Zu einem Protestmarsch gegen Massentierhaltung und Biogasanlagen ruft die Bürgerinitiative „Für Tier, Mensch und Umwelt“ für den morgigen Sonnabend, 5. November, auf. Los geht es um 11 Uhr auf dem historischen Marktplatz in Peine.

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Am Sonnabend findet in Peine eine Demo gegen Massentierhaltung und Biogasanlagen statt. Helga Laue (kl. Bild) hat sie initiiert.

Quelle: A

Adenstedt . „Wir wehren uns gegen die Megamastställe im Peiner Land“, sagt die Vorsitzende der Bürgerinitiative, Helga Laue. Statt industrieller Massentierhaltung fordere die Bürgerinitiative eine bäuerliche Landwirtschaft. „Alle Gegner der Hähnchenmast und Freunde der Schöpfung sind aufgerufen, am Sonnabend ein deutliches Zeichen gegen die Tierquälerei in den Mastställen zu setzen“, sagt Laue. Die Umweltaktivistin aus Adenstedt, die auch die Vorsitzende der Peiner Gruppe des BUND ist, macht in diesem Zusammenhang auch auf zwei neue Studien aufmerksam, die sich mit der Hähnchenmast beschäftigen.

So erklärt die Tierschutzexpertin des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Sabine Petermann, dass in der Aufzucht von Hähnchen „ein ständig steigender Einsatz von Arzneimitteln“ zu beobachten sei. Experten halten dabei vor allem den regelmäßigen Einsatz von Antibiotika in der Tiermast für gefährlich, weil dadurch sogenannte multiresistente Keime (MRSA) entstehen können.

Diese führten bei Menschen immer häufiger zu Infektionen, die nur schwer behandelt werden können. Nach dem Ergebnis der Forscher bedrohen diese Bakterien die Gesundheit von Millionen von Menschen.

Doch die zweite Studie beunruhigt Laue noch mehr: Nach Untersuchungen der Universität Utrecht ist der Feinstaub im Umkreis von tausend Metern um Großställe niederländischer Mastbetriebe von speziellen Bakterien durchsetzt, die Penicilline zerstören können. „Diese Fähigkeit können sie im menschlichen Darm leicht an Krankheitserreger wie zum Beispiel Coli-Bakterien weitergeben“, unterstreicht Laue ein Ergebnis der Studie.

Auch aufgrund dieser neuesten Erkenntnisse fordert die Adenstedterin die generelle Filterpflicht für Großställe. „Wenn der Staat schon die Tiere nicht schützt, sollte er wenigstens die Menschen vor den gefährlichen Bakterien schützen“, sagt Laue.

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Antibiotika in der Tiermast

Die Gefahr von Antibiotika in der Tiermast ist seit einigen Jahren bekannt – doch jetzt warnen Experten, dass die Gefahr noch viel größer sein könnte als bisher gedacht. Denn nach Untersuchungen der Universität Uppsala haben bereits minimale Antibiotikarückstände einen erheblichen Einfluss auf die Bildung von multiresistenten Keimen.

Diese Kleinstmengen würden dabei deutlich unter den in Deutschland zugelassenen Grenzwerten für Antibiotikarückstände in Nahrungsmitteln liegen. Die Forderung ist daher eindeutig: Man muss über neue Grenzwerte nachdenken und damit auch über eine Verlängerung von Ruhezeiten, damit sich die Medikamente länger abbauen können.

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