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Lahstedt Adenstedterin demonstrierte gegen Megamaststall bei Wietze
Kreis Peine Lahstedt Adenstedterin demonstrierte gegen Megamaststall bei Wietze
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00:15 22.09.2013
Helga Laue (hinten, MItte) bei der Demonstration nahe Wietze. Auf dem Foto sind auch Minister Christian Meyer (Mitte) und Grünen-Politikerin Claudia Roth (Zweite von links) zu erkennen.
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„Das war eine äußerst erfolgreiche Veranstaltung, die Teilnehmerzahl war doppelt so hoch wie erwartet“, sagt Laue, Aktivistin der Bürgerinitiative Lahstedt-Ilsede für Tier, Mensch und Umwelt. „In Wietze werden bis zu 135 Millionen Hähnchen geschlachtet. Der Schlachthof ist ein Symbol für die verfehlte Landwirtschaftspolitik der Bundesregierung und steht für die negativen Auswirkungen der Agrar- und Lebensmittelindustrie.“ Die Forderung der Aktivistin: Artgerechte Tierhaltung, faire Preise für die Bauern sowie insgesamt eine bäuerliche, ökologische Landwirtschaft. Die Atmosphäre bei der Demonstration beschreibt sie als äußerst friedlich. „Nur am Morgen wurden wir von der Polizei ermahnt, keine Plakate an den Zaun des Schlachthofes zu hängen“, sagt Laue. Bei der Umzingelung waren dann aber doch etliche Plakate an dem Zaun zu sehen.

Besonders in Erinnerung geblieben ist Laue auch das „Bauernfrühstück“ auf einer Pferdekoppel bei Wietze - zu Gast waren dabei unter anderem Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer sowie dessen grüne Parteifreundin Claudia Roth. Unter Applaus verkündete der grüne Minister unter anderem, dass Niedersachsen künftig keine Großschlachthöfe wie in Wietze mehr fördern werde und die Ställe den Bedürfnissen der Tiere anpassen wolle und nicht umgekehrt. Dringenden Reformbedarf sah der Grünen-Politiker auch bei der Etikettierung von Lebensmitteln und mahnte eine ehrliche Kennzeichnung an.

„Es war ein starkes Zeichen, dass der Minister hier in Wietze war“, sagt Laue, die große Hoffnung in den Grünen-Politiker setzt. „Man merkt, dass die Agrarindustrie-Lobbyisten sehr nervös sind und Meyer am liebsten sofort absägen wollen“, erklärt die Adenstedterin weiter in Bezug auf die sogenannte Dienstwagenaffäre.

mu

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