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Lahstedt Abwasser: Ausschuss will Kreis entgegenkommen
Kreis Peine Lahstedt Abwasser: Ausschuss will Kreis entgegenkommen
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07:21 29.10.2014
Zentrale oder dezentrale Kläranlagen? Um diese Frage geht es derzeit in Lahstedt. Das Bild zeigt die Kläranlage in Soßmar. Quelle: A

Am vergangenen Donnerstag hatte der Lahstedter Rat die Entscheidung aufgeschoben, entweder eine zentrale Kläranlage in Gadenstedt zu betreiben oder die einzelnen Kläranlagen in den Ortschaften zu sanieren. Nun muss, so erinnerten SPD-Mitglied Jürgen Rissel und Verwaltungsvize Hans-Joachim Kloster, die Entscheidung spätestens am 13. November getroffen sein, sonst entstünden zusätzliche Kosten - etwa 28 000 Euro pro Tag kostet es, das Abwasser per Laster abzufahren.

Kloster erneuerte seine Mahnungen im Abwasserausschuss und informierte über ein Gespräch mit der Unteren Abwasserbehörde des Landkreises. „Der Kreis hat uns nochmal ins Gebet genommen und betont, dass er die bestehenden Genehmigungen für die Einleitungsstellen zurücknimmt, wenn wir nicht bis zum 14. November um 12 Uhr einen Bauantrag einreichen, um eine zentralisierte Anlage zu errichten, oder die bestehenden Anlagen zu sanieren.“

Seit Jahren kritisiere der Landkreis diverse Mängel an den Lahstedter Kläranlagen, lehnte etwa ein Mischwasserbiotop in Adenstedt ab. Dem will der Abwasserausschuss nun entgegenwirken und mit erkennbaren Aktivitäten die Missstände beheben. So soll ein Planungsbüro beauftragt werden, die Arbeiten an den Anlagen zu Ende zu führen, etwa eine Schmutzfrachtberechnung durchführen oder neue Zahlen für das Mischwasserbiotop vorlegen, um doch noch eine Genehmigung erwirken. „Es handelt sich um mehrere einzelne Maßnahmen, die dem Landkreis zeigen sollen, dass wir an einer Lösung arbeiten“, sagt der Verwaltungsmitarbeiter und Allgemeine Bürgermeistervertreter Kloster. Er selber sieht diese Aktivitäten allerdings nicht als lösungsrelevant an: „Die vielen kleinen Maßnahmen sind überflüssig, wenn wir nicht bis zum 14. November eine Entscheidung treffen. Und dann müssen wir ohnehin umbauen - ob nun zentral oder dezentral.“

Bis dahin wolle man sich aber noch weitere Reinigungssysteme zur Entscheidungsfindung präsentieren lassen, hatte Hartmut Bartels (FBL) bereits in der Ratssitzung angekündigt.

sip

  • Eine Sanierung der Kläranlagen würde geschätzte 7,7 Millionen Euro kosten, die zentrale Anlage 9,7 Millionen. In beiden Fällen werden die Kosten über die Gebühren an den Verbraucher weitergegeben.

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