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Ilsede „Wir müssten Gegenpol bilden“
Kreis Peine Ilsede „Wir müssten Gegenpol bilden“
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23:00 25.03.2010
Quelle: Christian Bierwagen
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Kreis Peine. Geld sparen und an Einfluss gewinnen: Das sind die Hauptgründe für eine mögliche „Hochzeit“ zwischen Peine und Ilsede. Die Gemeinde Ilsede könnte so einen Großteil ihrer hohen Schulden loswerden und Peine würde mit fast 62 000 Bürgern machtpolitisch deutlich gestärkt. Das denken die anderen Bürgermeister darüber:

Vechelde

„Die Stadt Peine ist der geborene Partner für die Gemeinde Ilsede“, sagt Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD). Über Fusionen oder Eingemeindungen nachzudenken sei grundsätzlich nicht falsch, nur müssten sie auch Sinn machen. Und das sei bei Peine und Ilsede der Fall, weil sich die Menschen, die in den beiden Kommunen leben, verbunden fühlten.

„Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, denn kommunale Selbstverwaltung sollte nicht nach rein wirtschaftlichen Aspekten funktionieren.“ Für Vechelde selbst komme eine Fusion in den nächsten 10 bis 15 Jahren allerdings nicht in Frage, da die Gemeinde mit Anstrengungen gut allein zurecht komme.

Sollte dieser Schritt irgendwann unumgänglich werden, sei aus rein wirtschaftlicher Sicht ein Zusammenschluss mit Lengede denkbar, nach emotionalen Gesichtspunkten in der Bevölkerung stehe vermutlich Wendeburg an erster Stelle.

Lengede

„Ich habe zuerst an einen verfrühten Aprilscherz gedacht“, kommentiert Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD) die Fusionsdebatte. In seiner Funktion als Sprecher des Städte- und Gemeindebundes sieht er die Sache etwas anders als sein Bürgermeister-Kollege in Vechelde: „Wenn Ilsede und Peine zusammen gehen, bliebe den Gemeinden im Süden nichts anderes übrig, als einen Gegenpol zu bilden, sei es in Form von Fusionen oder interkommunaler Zusammenarbeit.

Edemissen

„Es gibt für uns bisher keine Veranlassung, über eine Fusion nachzudenken“, sagt Norbert Ahlers, Vertreter des Bürgermeisters in Edemissen. „Wir sehen keine wirtschaftliche Notwendigkeit und lassen uns auch nicht von anderen treiben.“

Hohenhameln

Ideen gibt es, konkrete Absprachen noch nicht, sagt Hohenhamelns Kämmerer Frank Meißner. „Die Haushaltslage war in den vergangenen Jahren so gut, dass wir darauf nicht angewiesen waren.“ Für die Zukunft schließt er eine Fusion mit anderen Gemeinden aber nicht aus. Ob sich Hohenhameln Peine und Ilsede anschließt oder sich in Richtung Algermissen und Harsum orientiert, ist laut Meißner noch absolut offen.

Einfacher sei eine Fusion wahrscheinlich innerhalb des Landkreises statt über Kreisgrenzen hinweg, sagt er. „Für die magische Grenze von 30 000 Einwohnern reicht es aber keinesfalls aus, wenn zwei kleine Gemeinden zusammengehen“, sagt er – drei müssten es mindestens sein.

Lahstedt

Gelassen sieht Lahstedts Bürgermeister Klaus Dieter Grimm die Diskussion über eine mögliche Fusion von Ilsede und Peine. Ein starker Partner im Norden könne durchaus Vorteile für die Gemeinde bringen. Doch auch Lahstedt wolle nicht untätig bleiben. Gesprächspartner seien zum Beispiel Lengede, Vechelde und Hohenhameln.

Wendeburg

„Eine Fusion mit einer anderen Gemeinde halte ich im Moment für ausgeschlossen“, sagt Hans Peter Reupert, Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg (CDU). „Ich sehe nicht, dass wir uns Edemissen oder Vechelde anschließen. Ohne gesetzliche Vorgaben ist eine Fusion undenkbar. Für uns steht Bürgernähe an erster Stelle.“

Bislang habe die Gemeinde es auch finanziell allein bewältigen können, erst in diesem Haushaltsjahr sei es problematisch geworden. Als einzigen Ansatz sieht Reupert eine Verwaltungsgemeinschaft mit gemeinsamer Datenverarbeitung, Personalverwaltung und gemeinsamen Winterdienst. „Dazu werden wir vermutlich gezwungen werden.“

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