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Ilsede Was tun mit dem Sanierungsfall Kugelwassertum?
Kreis Peine Ilsede Was tun mit dem Sanierungsfall Kugelwassertum?
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16:11 31.01.2016
Abreißen oder sanieren? Für die Ratspolitiker in Ilsede steht eine schwierige Entscheidung darüber an, was mit dem Ilseder Kugelwasserturm passieren soll. Quelle: Archiv
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Ilsede

Abreißen oder sanieren – vor dieser schwierige Frage stehen die Ilseder Ratspolitiker beim Kugelwasserturm auf dem ehemaligen Ilseder Hüttengelände. Nachdem im vergangenen Jahr ein Gutachten zur Standsicherheit des Turms in Auftrag gegeben wurde, soll auf dessen Basis in diesem Jahr eine Entscheidung getroffen werden.

Und die wird nicht einfach sein, denn im Grunde genommen – das wird immer wieder in Gesprächen deutlich – würde offenbar das Gros der Politik das Industriedenkmal aus der Hütten-Ära, das für Ilsede eine Art Wahrzeichen-Charakter hat, gerne erhalten. Das Problem nur ist das Geld.

Denn eine Sanierung des Kugelwasserturms soll laut Gutachten mindestens 1,4 Millionen Euro kosten. Wenn man die Arbeiten in mehreren Bauabschnitten vornehmen lasse, könnten die Kosten sogar auf 1,8 Millionen Euro steigen – durch das Einrüsten des Turms. Und da die angegebenen Baukostenprognosen im Gutachten lediglich auf Zahlen von vergleichbaren Projekten basieren und für detaillierte Kostenermittlungen auch die Denkmalpflege und die Genehmigungsbehörde mit eingebunden werden müssten, geht Bürgermeister Otto-Heinz Fründt (SPD) davon aus, dass die Summe letztlich sogar noch höher ausfallen könnte. Zudem: Um einen sicheren Zugang zu gewährleisten, seien ungefähr 13000 Euro in Sofortmaßnahmen zu investieren. Und die Haushaltslage der Gemeinde Ilsede sei weiter angespannt, erklärt er. Für das Geld könne man auch – je nach Länge – drei bis vier Straßen im Gemeindegebiet ausbauen.

Hinzu kommt, dass die im Gutachten beschriebenen Sanierungsmaßnahmen von einer Dauerhaftigkeit von 20 Jahren ausgehen. Der Verwaltungschef gibt zu bedenken: „Auch, wenn man sich für die Sanierung entscheiden sollte, wird der Turm in 20 Jahren vielleicht abgerissen.“ Er betont daher: „Die Entscheidung muss in die Zukunft gerichtet sein.“

Grundsätzlich kommt der Gutachter zu dem Schluss, dass die Verkehrssicherheit des Turms schnellstmöglich wieder hergestellt werden müsse. „Das heißt, nicht heute und nicht morgen, aber in zwei bis drei Jahren“, erläutert Fründt.

Der Landkreis Peine hat den Kugelwasserturm bereits im Oktober 2014 abgesperrt – aufgrund einer Gefährdung durch herabfallende Teile. Denn – auch das besagt das Gutachten: „Teile des Turmes sind so stark korrodiert und verrostet, dass irgendwann etwas wegbrechen kann“, fasst der Bürgermeister zusammen. Die Gemeinde Ilsede sei Eigentümerin des Turms und habe demnach auch eine Verpflichtung, etwas zu tun.

Die größte Frage, die Fründt sich stellt, lautet: „Welchen wirtschaftlichen Nutzen haben wir davon?“ Und auch das Gutachten kommt zu dem Schluss: „Die Sanierung des gesamten Objektes sollte sinnvollerweise in Verbindung mit einer Nutzung geplant werden, um Synergieeffekte generieren zu können.“

Bleibt die Frage: Was also tun? Die ehemaligen Gemeinden Ilsede und Lahstedt haben ihrer Zeit jeweils 40000 Euro für den Abriss des Turms bereitgestellt. „Selbst, wenn wir einen Abrissantrag stellen, heißt das nicht, dass es eine Genehmigung gibt“, sagt Fründt. Entscheidungsträgerin sei die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Peine, eventuell schalte sich auch das zuständige Ministerium ein.

Das nun vorliegende Gutachten und die Kostenschätzungen bilden die Grundlagen, auf denen die Ratspolitiker eine Entscheidungen treffen müssen: Für den Abriss oder die Sanierung des Kugelwasserturms.

mir

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