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Vom Pferdezug zur 700-PS-Lok

Ilseder Industriepfad Vom Pferdezug zur 700-PS-Lok

„Produzieren heißt transportieren“ – dieser Leitsatz steht ganz oben auf dem neuen Hinweisschild des Industriepfades auf dem Ilseder Hüttengelände. Das Schild soll auf die ausgemusterte 700-PS-Diesellok hinweisen, die auf den stillgelegten Gleisen am Busbahnhof auf dem Hüttengelände ihre letzte „Ruhestätte“ gefunden hat. 2008 haben die Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter die Lok dem Förderverein Haus der Geschichte gespendet.

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Der Förderverein und die Verkehrsbetriebe eröffneten die neue Industriepfad-Station.

Quelle: sip

Ilsede-Groß Ilsede. Seit gestern ist sie offiziell Teil des Industriepfades, zu dem weitere 20 Stationen mit Gebäuden, Betriebsstätten und Exponaten auf dem Hüttengelände und am Schacht Emilie gehören. „Eingeweiht“ wurde die Station gestern von Mitgliedern des Fördervereins und Vertreter der Verkehrsbetriebe.

„Das Transportwesen der Ilseder Hütte“ heißt die Station an der ausgemusterten Diesellok. Auf dem Schild ist eine Zeitleiste zu sehen, auf der die Geschichte des Gleisverkehrs der Hütte aufgelistet wird: „1860 – Bau einer Schmalspur-Gleisanlage mit Pferdebetrieb zwischen dem Erzabbau Bülten-Adenstedt und dem Hochofenwerk in Ilsede“, ist dort etwa zu lesen, oder: „1856 – der erste Güterzug fährt auf der Bahnstrecke nach Peine“.

„Der Transport war ein wichtiges Rad im gesamten Getriebe des Hüttenwerks – es lief ja alles wie am Band“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus-Henning Großpietsch, die Bedeutung der Lokomotiven. Technisch auf dem neuesten Stand sei der Transport abgelaufen und dazu energiesparend – auch das „Nebenprodukt“ Wärmeenergie wurde für den Transport genutzt.

„Heutzutage fahren noch etwa zwei Zugpaare am Tag am ehemaligen Hüttengelände vorbei, früher waren es mal 25 bis 30 am Tag“, sagt Johannes Dreier, Eisenbahnbetriebsleiter bei den Verkehrsbetrieben Peine-Salzgitter. Ilsede sei für die Verkehrsbetriebe die Keimzelle gewesen, deswegen habe man auch gerne die Diesellok, Baujahr 1982, dem Ort, „an dem sie viele Jahre verbracht hat“, zurückgegeben, erklärt Dreier.

Interessierten stehen Lok und Hinweisschild jederzeit zur Verfügung, auf Anfrage öffnet der Förderverein sogar die Türen und erklärt weitere technische Details. Etwas Last bringt das Erbe jedoch mit sich: „Wir haben immer wieder mit Vandalismus zu kämpfen“, sagt Großpietsch. So wurden bei der Lok mehrmals Scheiben eingeworfen und ein anderes Hinweisschild auf dem Gelände schwer beschädigt. Die Scheiben hat der Verein mit Gittern sichern lassen – trotzdem ist der Ärger groß: „Erwischt hat die Polizei niemanden, aber wir müssen die Kosten tragen“, sagt Großpietsch.

Führungen und weitere Infos gibt es beim Planungsverband, Telefon: 05172/ 9866330.

Simon Polreich

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