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Ilsede Vandalismus im Bolzberg: Helfen Wild-Fotofallen?
Kreis Peine Ilsede Vandalismus im Bolzberg: Helfen Wild-Fotofallen?
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21:11 03.02.2016
Mit einem Schild wird auf die Absturzgefahr im Bolzberg hingewiesen, nachdem dort das neue Geländer zerstört wurde. Quelle: oh

Schon in den 1990er-Jahren beschäftigte sich Skarupke mit dem Bolzberg bei Gadenstedt. Als damaliger Begründer der „Arbeitsgemeinschaft Paläontologie“ fand er das Areal mit den markanten Felswänden aus Muschelkalk besonders interessant. „Die Idee, hier einen Lehrpfad mit Informationstafeln und sicheren Wegen zu schaffen, keimte in mir“, schildert der stellvertretende Vorsitzende.

Gemeinsam mit dem Landkreis Peine und der Umweltlotterie „Bingo Lotto“ als Sponsor sei die Idee innerhalb eines Jahres umgesetzt worden. Hinweistafeln informierten über die Urgeschichte, biologische Besonderheiten sowie über den Steinbruch im Mittelalter.

Doch: „Es dauerte nicht lange, da wiesen die mit Plexiglas versehenen Tafeln erste Einschlaglöcher auf. Heute sind alle beschädigt, eine fehlt sogar!“, ärgert sich Skarupke.

Ähnlich sei es der Aussichtsplattform am Naturschutzgebiet „Auflandeteich“ ergangen, die „ebenfalls sehr schnell von Vandalen beschädigt“ wurden. Schautafeln seien zerstört, Bretter herausgerissen worden, sogar ein Versuch von Brandstiftung lasse sich belegen. Auch die massiven Sitzbänke seien regelmäßig abhanden gekommen.

Skarupke bezweifelt, dass diese Taten unbeobachtet geblieben sind. „Hier mangelte es wohl bei einigen Bürgern an Zivilcourage“, kritisiert er. „Wenn man solche Fälle beobachtet, muss man nicht persönlich eingreifen. Es reicht doch aus, wenn man per Handy sofort die Polizei informiert.“

Er schlägt vor, Wild-Überwachungskameras einzusetzen. Abschließend erklärt er: „Ich wünsche dem Förderverein Heimatpflege Gadenstedt für die Zukunft alles Gute und hoffe, dass sich solche Vorfälle nicht mehr wiederholen.“

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PAZ-INFO: Das sagt die Polizei

Laut Polizeisprecher Peter Rathai sind bislang keine Zeugenhinweise zu dem Vorfall eingegangen. Zu dem Vorschlag, dort Wild-Überwachungskameras einzusetzen, erklärt er: „Wenn dort jemand eine Kamera anbringt, um das Wild zu fotografieren, ist das möglich, wenn jemand dabei jedoch Aufnahmen von Menschen machen will, sind die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu beachten.“

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