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Umwelt-Alarm in Groß-Ilsede

Ilsede Umwelt-Alarm in Groß-Ilsede

Etwa zehn Zentimeter misst der Strahl im Durchmesser, der aus der alten Zapfsäule sprudelt. Mindestens zehn Minuten war die Kraftstoffpumpe in Betrieb, bis die Feuerwehr der Gemeinde Ilsede eintraf und die Zapfsäule abstellte. Ein Unglück, das eigentlich gar nicht hätte passieren dürfen.

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Ölabwehr in Groß Ilsede: Feuerwehr-Leute versuchen, Diesel vom Regenwasserkanal fernzuhalten.

Quelle: cb

Ilsede-Groß Ilsede . „Laut Eigentümer haben die Zapfsäulen gar keinen Strom-Anschluss mehr, die alten Tanks sind leer und eine Verbindung zwischen Tanks und Zapfsäule soll es auch nicht mehr geben“, sagt Groß Ilsedes Ortsbrandmeister Uwe Rau. Unklar war gestern Mittag auch, ob der Kraftstoff durch den Regenwasserkanal bis zur Fuhse gelangt war.

Doch da konnte Henning Luttermann, Betriebsingenieur beim Wasserverband Peine, schnell Entwarnung geben. „Der Diesel oder das Heizöl ist nur bis zum Regenwasserpumpwerk an der alten Kläranlage gelaufen. Dort haben wir rechtzeitig die Anlage abgestellt.“ Das verschmutzte Wasser ist dann von einer Spezialfirma abgesaugt worden.

Um das Ausmaß des Schadens zu begrenzen, streuten die Feuerwehr-Leute Ölbindemittel aus und stauten damit das Heizöl vor allem vor dem Zulauf zum Regenwasserkanal. Etwa 20 Säcke mit jeweils 20 Kilogramm Sand kamen dabei zum Einsatz. Wie viel Öl ausgetreten ist, konnte gestern niemand wirklich abschätzen, da sich der Kraftstoff zudem mit Schnee und Tauwasser vermischt hatte.

Immer wieder schippen die Feuerwehr-Leute Sand nach, um zu verhindern, dass der Kraftstoff in den Kanal läuft. Doch langsam weicht der Sand durch. Weitere Säcke müssen her, um den kleinen Damm mit losem Ölbindemittel zu stützen.

Angesichts der Gefahr für die Umwelt waren auch Mitarbeiter des Landkreises Peine im Einsatz, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Doch es scheint noch einmal gut gegangen zu sein: „Wir haben die Spezialfirma beauftragt, auch den Regenwasserkanal noch einmal gründlich zu spülen, damit keine Rückstände in den Rohren bleiben, die bei dem nächsten Starkregen herausgewaschen werden“, sagt Ingenieur Luttermann.

Die Feuerwehr ist kurz nach 12 Uhr alarmiert worden. „Wir haben den Einsatz gegen 15 Uhr beendet“, sagt Ortsbrandmeister Rau im Gespräch mit der PAZ.
Laut Polizei müssen sich Unbekannte am Hauptschalter der Zapfsäule zu schaffen gemacht haben. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt.

Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Ilsede, Telefon 05172/ 410930 in Verbindung zu setzen.

Thorsten Pifan

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