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Ilsede Streit um untergestellte Pferde in Adenstedt
Kreis Peine Ilsede Streit um untergestellte Pferde in Adenstedt
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08:00 08.03.2019
Das Amtsgericht Peine: Hier wurde verhandelt. Quelle: Archiv
Adenstedt/Peine

Was war passiert? Am 25. Dezember 2017 soll es gegen 21.20 Uhr in Adenstedt zu körperlichen Misshandlungen in zwei Fällen mit gefährlichem Werkzeug durch den Angeklagten gekommen sein. Dabei sollen die vermeintlichen Opfer Prellungen im Schulter- und Handbereich erlitten haben, die vorrangig durch ein Tierabwehrgerät verursacht wurden. Zuvor soll der Adenstedter Hofbesitzer die damalige Partnerin des Angeklagten wiederholt aufgefordert haben, dass sie bei ihm drei untergestellte Pferde am Folgetag bis 10 Uhr von seinem Hof abholen soll. Angeblich gab es noch offene Geldforderungen in Höhe von 75 Euro, behauptete der 51-jährige Hofbesitzer, obwohl es keinen schriftlichen Mietvertrag gebe.

Massive Handgreiflichkeiten beider Parteien

Zusätzlich soll es noch Ärger bezüglich der Futterverwendung für die Pferde gegeben haben. Beim Versuch, die Tiere direkt vom Hof zu holen, soll es zu massiven Handgreiflichkeiten beider Parteien gekommen sein, weil der Hofbesitzer die Abholung verhindern wollte. Der Angeklagte eilte seiner Partnerin zu Hilfe und öffnete dabei das zugesperrte Hoftor mit seinem Pkw. Der 45-jährige fixierte den Hofbesitzer, damit er nicht weiter gegen seine Partnerin vorgehen konnte.

Das vermeintliche Opfer setze sich unter anderem mit einer Holzlatte mit Nagel und einem Blumenkübel zur Wehr und beschädigte dabei das Auto des Angeklagten. Dabei soll laut der Aussage des Angeklagten ein Schaden von 11 000 Euro entstanden sein. Die hinzugerufene Polizei nahm den Vorfall auf und leitete die ärztliche Versorgung der Verletzten im Peiner Krankenhaus ein. Auch die Pferde wurden wieder eingefangen und anderweitig untergestellt. „Ich leide noch heute stark unter den Folgen des Abends“ betonte die Pferdebesitzerin.

Keine Klärung des Sachverhalts

Da die Aussagen des Angeklagten, der vermeintlichen Opfer und Zeugen unterschiedlich und teilweise widersprüchlich waren und damit nicht zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes führten, beantragte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer einen Freispruch für den Angeklagten. Der Richter folgte dem Antrag und verkündete: „Der Angeklagte wird freigesprochen, da es sich um Nothilfe-Versuche handelte, die keine Rechtswidrigkeit erkennen lassen.“

Von Eckhard Bruns

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