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Ilsede Stimmgewaltiges und anrührendes Konzert in der St.-Bernward-Kirche
Kreis Peine Ilsede Stimmgewaltiges und anrührendes Konzert in der St.-Bernward-Kirche
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06:00 08.10.2018
Die Schwarzmeer-Kosaken mit Peter Orloff (Mitte) überzeugten das Pubilkum. Quelle: Nicole Laskowski
Groß Ilsede

Mal stimmgewaltig und temperamentvoll, mal leise und schwermütig – die Sänger der Schwarzmeer-Kosaken zeigten am Samstag die ganze Bandbreite ihres Könnens. Die Gäste in der voll besetzten St.-Bernward-Kirche in Groß Ilsede lauschten andächtig den Liedern und genossen die Einblicke in die russische Seele.

Lieder wurden verstorbenen Sängern gewidmet

Dabei hatten die Sänger in den vergangenen Tagen Trauriges erlebt. Vor zehn Tagen war ein Mitglied der Schwarzmeer-Kosaken gestorben, am Abend vor dem Konzert in Groß Ilsede ein weiteres. „Drei Minuten, bevor das Konzert anfangen sollte, ist er einfach umgefallen. Vorher war alles wie immer. Er hat gelacht und gescherzt. Wir möchten ihm, der gerade mal 62 Jahre alt wurde, dieses Konzert widmen, aber auch allen anderen Großen der Musik, die in den vergangenen Wochen von uns gegangen sind“, sagte Peter Orloff, seit 1993 musikalischer Gesamtleiter des Ensembles.

Die Schwarzmeer-Kosaken wurden 1938 in Deutschland gegründet. 1952 dachte man über eine Auflösung nach, da die Sänger nach Amerika auswandern wollten, aber das wurde nie umgesetzt, so dass nun seit 80 Jahren zahlreiche Tourneen und Auftritte stattgefunden haben.

Das Konzert in der St.-Bernward-Kirche war von sakralen Stücken geprägt. Zum gesungenen „Vaterunser“ und zum Auszug aus der „Totenmesse“ baten die Sänger die Besucher aufzustehen – zu Ehren und zum Gedenken der Verstorbenen.

Nach den beiden Stücken begrüßte Diakon Wolfgang Miosga auch im Namen des Kulturvereines die Gäste. „Unsere Kirche wird seit einem halben Jahr renoviert. Auf der einen Seite sehen Sie bereits die von einer chilenischen Künstlerin gestalteten Fenster zum Thema Auferstehung. Die andere Seite wird noch Fenster bekommen, auf denen das Thema Tod künstlerisch abgebildet wird“, berichtete Miosga.

Orloff griff dies auf: „Da freut man sich schon auf die weiteren Fenster, auch wenn sie den Tod abbilden werden, aber ohne Tod keine Auferstehung“, meinte er.

Reichlicher Applaus für die Schwarzmeer-Kosaken

Im Programm ging es weiter mit getragener Musik wie „Heiliger Gott“ oder der „Zarenhymne“. Besonders eindrücklich trugen die Sänger auch das „Ave Maria“ vor. Voll und anrührend drangen die Stimmen durch das Gotteshaus und zogen die Zuhörer so in ihren Bann, dass oft nach dem Ende der Lieder erst kurze Stille herrschte, bevor der Applaus einsetzte.

Mit ihrem Programm, das sie technisch brillant und absolut stimmsicher ohne jegliche technische Unterstützung vortrugen, trafen die Schwarzmeer-Kosaken genau den Geschmack des Publikums. Reichlich Applaus war der Lohn für die Sänger. Sicherlich galt dieser auch den verstorbenen Kosaken.

Von Nicole Laskowski

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