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Stalker, Hirngespinste und ein nackter Bürgermeister

Ratssitzung in Ilsede Stalker, Hirngespinste und ein nackter Bürgermeister

Äußerst emotional ging es zu während der Ratssitzung am Dienstagabend. Am Ende wurde der umstrittene Hüttenvertrag zwar unterzeichnet (PAZ berichtete), zuvor gab es jedoch eine turbulente Debatte mit reichlich Polemik.

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Ilseder Rathaus: Dort fand die denkwürdige Sitzung statt.

Quelle: mu

Ilsede . Obwohl alle Politiker immer wieder betont haben, dass der letztlich beschlossene Hüttenvertrag und die Fusion mit Lahstedt nichts miteinander zu tun haben – die meisten Wortbeiträge innerhalb der denkwürdigen Ratssitzung am Dienstagabend drehten sich um den Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde.

„Ilsede läuft Lahstedt wie ein Stalker hinterher“, sagte zum Beispiel Grünen-Politiker Jürgen Streichert. „Die Lahstedter wollen doch gar nicht fusionieren.“ In ein ähnliches Horn stieß Ratsherr Dr. Hans-Peter Rohne von der Mehrheitsgruppe, der sogar vom „Hirngespinst einer Fusion“ sprach.

Diese Begrifflichkeit wiederum nahm CDU-Ratsherr Günter Mertins auf. „Die Eigenentschuldung ist das Hirngespinst – nicht die Fusion“, erklärte der Solschener und sprach sich für einen Zusammenschluss mit Lahstedt aus. „Im Mai haben Sie sich aber noch für eine Fusion mit Peine ausgesprochen“, konterte Streichert erbost. „Da haben Sie doch rumgeeiert – also werfen Sie uns das jetzt doch bitte nicht vor.“

Der Grünen-Politiker reagierte damit auch auf Aussagen des Christdemokraten Andreas Leinz, der die Sprunghaftigkeit der Mehrheitsgruppe kritisiert hatte: „Mal sind Sie für die Fusion mit Lahstedt, mal für die Eigenentschuldung, mal gegen den Hüttenvertrag, mal dafür – entscheiden Sie sich mal.“

Es war SPD-Urgestein Werner Kirschner, der sich schließlich um Sachlichkeit bemühte. „Der Vertrag hat keine Regelungen für den Fall, dass beide Gemeinden mal nicht einer Meinung sind“, erklärte er. „Das hat uns die Zustimmung so schwer gemacht.“

Dass die Mehrheitsgruppe schließlich dann doch dem Hüttenvertrag ohne Änderungen zugestimmt hat, sorgte bei der Opposition für Verwunderung. „Die Verzögerung hat enormen Schaden angerichtet“, befand Christdemokrat Lutz Schrader. Und das nicht nur im Verhältnis zum Nachbarn Lahstedt – auch das Amt des Verwaltungs-Chefs habe gelitten. „Sie haben Bürgermeister Brandes nackt im Wind stehen gelassen.“

mu

▶ Lesen Sie morgen in der PAZ, wie die Lahstedter auf die Sitzung reagiert haben.

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