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Solschener fertigt seit 25 Jahren Tabakspfeifen

Solschen Solschener fertigt seit 25 Jahren Tabakspfeifen

Bevor man eine Frage beantwortet, sollte man immer erst seine Pfeife anzünden, fand schon Albert Einstein. Und wer Glück hat, hat dann auch noch ein Schmuckstück von Manfred Koziolek zwischen den Zähnen: Der Solschener baut Pfeifen mit Kult-Status.

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Vom Holzklotz zur eleganten Pfeife: Manfred Koziolek aus Solschen mit ein paar seiner edelsten Exemplare (l.), dem „Rohstoff“ Bruyère-Holz in Klotzform und bei der Arbeit an der heimischen Werkbank (r.).

Quelle: im/sip

Solschen. Die Nachbarn kennen ihn. Freunde und Verwandte wissen auch Bescheid. Doch vielen Menschen im Peiner Land ist das unbekannt: Manfred Koziolek, 63 Jahre alt, baut seit 25 Jahren Tabakspfeifen hobbymäßig selbst – und wird unter Kennern fast wie ein Star gehandelt, gilt als ein exzellenter „Freehander“.

„Bei mir ist alles handgemacht, vom Pfeifenkopf bis zum Mundstück“, erklärt Koziolek den Fachbegriff Freehander, übersetzt etwa „Freihändiger“.

Was eine Maschine nicht kann: die Schönheit des Naturproduktes zum Vorschein bringen. „Meine Pfeifen werden aus der sehr harten Wurzelknolle der korsischen Baumheide hergestellt“, erklärt der pensionierte Beamte und spannt einen handtellergroßen Bruyère-Holzklotz in den Schraubstock. Mit Pfeile, Fräser und Bohrer – Werkzeugen, die sich der Solschener teilweise hat extra anfertigen lassen – wird in seinem Keller aus dem Block Stück für Stück ein stilvolles Rauchgerät. „Die Maserung gibt die Form des Pfeifenkopfs vor“, erklärt er. Etwa, ob eine „Tulpe“ oder ein „Cognac-Schwenker“ entsteht, ob der gerade Typ „Billard“, oder eine hängende „Bent“: „Jedes Stück ist ein Unikat.“

Bis zu 40 Pfeifen baut er im Jahr, etwa zehn Stunden braucht er pro Exemplar. „Das geht recht fix.“ Ihm liege das Handwerk einfach. Das sei schon bei seiner ersten Pfeife vor 25 Jahren so gewesen – ein Bausatz, den er sich aus Interesse gekauft habe: „Ich habe ihn in einer Nacht zusammengebaut.“

Selbst raucht er seine Pfeifen nicht, er hat vor drei Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgehört. Aber Koziolek liebt die kreative Arbeit und hat Erfolg, erhält Anfragen von Händlern aus dem Ausland, wird in Fachzeitschriften und sogar im Almanach des „Pfeifenpapstes“ Richard Carleton Hacker erwähnt. Angehende Pfeifenmacher wollten sogar schon ein Praktikum bei ihm machen – „aber was soll ich denen denn erzählen“, sagt er achselzuckend. Zum Beispiel, wo er seine Kreativität hernimmt? „Nun ja, die besten Ideen kommen mir, wenn ich in Peine im Café von Michaela Schade sitze“, verrät er schmunzelnd.

sip

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