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Solschen: Ein Dorf, aber zwei Ortsteile

Dorfspaziergang in der Ilseder Ortschaft Solschen: Ein Dorf, aber zwei Ortsteile

Ein Dorf wie kein anderes im Landkreis Peine ist Solschen, das sich eigentlich aus zwei Orten - Klein und Groß Solschen - zusammensetzt. Das ist zu erkennen, wenn man auf der Hauptstraße das Dorf passieren will, denn für einen kurzen Moment verlässt man ein Dorf und fährt in ein angrenzendes. Solschen hat man dabei trotzdem nicht verlassen.

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Behrend Heinemann hinter dem Schild, das auf den „Wald der 1000 Eichen“ hinweist. Den hat die Forstgenossenschaft mit der Anpflanzung von 3000 Eichen angelegt.

Quelle: jaw

Solschen. „In den 1960er-Jahren fusionierten die beide Teile Klein und Groß Solschen zum großen Dorf Solschen“, klärt der Ortsbürgermeister von Solschen, Berend Heinemann, auf. Dass so eine Zusammenlegung nicht immer reibungslos läuft, versteht sich von selbst. „Es soll einen Feuerwehrmann aus Klein Solschen gegeben haben, der nicht mit Groß Solschenern in einer gemeinsamen Wehr sein wollte“, erzählt Heinemann eine Anekdote.

Im Jahr 2016 spielen derlei Konkurrenzgedanken aber kaum noch eine Rolle - zumal mittlerweile auch die ortsansässigen Vereine zusammengelegt wurden. Seitdem bereichern sie das dörfliche Leben immens.

Der Sportverein, die Feuerwehr und die Landjugend harmonieren prächtig, und auch das Bürgercorps und die Junggesellen, die sich um das gemeinsame Schützenfest kümmern und dabei tatkräftig vom Schützenfestverein „Sunflowers“ unterstützt werden, bilden eine gemeinschaftliche Einheit. „Ich kenne hier keinen Verein, dem es aktuell schlecht geht“, so Heinemann. „Natürlich herrscht immer Mitgliederschwund, aber das ist ja leider überall so.“

Diese Einheit spiegelt Solschen auch in kommunalpolitischer Hinsicht wider, denn das Dorf am westlichen Rand der Ilseder Gemeinde ist eine kleine Ausnahme: Seit Heinemann im Frühjahr 2015 zum Ortsbürgermeister gewählt wurde, leitet eine Wählergemeinschaft aus SPD- und CDU-Mitgliedern sowie Parteilosen die Dorfgeschicke.

„Um sich in einer Wählergemeinschaft aufstellen zu lassen, brauchten die Parteimitglieder extra eine Ausnahmeregelung von ihrer Partei“, klärt der parteilose Heinemann auf. In Solschen trage die gemeinschaftliche Arbeit aber Früchte.

In der Kindertagesstätte wird im kommenden Jahr eine weitere Gruppe eingerichtet, sie beherbergt fortan drei Kindergartengruppen und eine Krippe. Dazu bekommt die Solschener Begegnungsstätte ein großes Vordach, das zum einen die dort abgestellten Fahrräder vor Regen schützen, aber auch den wartenden Schulkindern Schutz vor Nässe und Kälte bieten soll.

Zwar sei das Leben in Solschen insgesamt noch im Reinen, aber dennoch gebe es kleinere Probleme. Eines davon ist die Parkplatzsituation um die Kindertagesstätte, hier sollen demnächst Parkmöglichkeiten auf dem angrenzenden Parkplatz an der Sporthalle entstehen. Weiterhin gibt es im Kernort große Freiflächen, die Heinemann sich prinzipiell als mögliches Bauland vorstellen kann.

Hinzu kommen auch die großen Windräder, die in der Gemarkung Hofschwicheldt errichtet werden, bei manchem Solschener aber trotzdem für Unmut gesorgt haben. „Da war der Widerstand aus der Bevölkerung teilweise sehr groß“, so Heinemann.

Auch eine Biogasanlage am westlichen Rand der Ortschaft sorgte bei den dort ansässigen Anwohnern für Verärgerung. „Auch da gab es große Bedenken“, gibt Heinemann preis. Der Beschluss zum Bau der Anlage sei aber schon vor geraumer Zeit getroffen worden.

Vor der Kirche in der Dorfmitte stößt Harry Willich zu den Spaziergängern, der den Ortsrat unterstützt und die Theorie entwickelt hat, dass in Solschen in der Zeit noch vor Karl dem Großen Salz gewonnen wurde. „Dadurch ist auch diese Zersiedelung entstanden“, überlegt Willich, „die ersten Solschener mussten ihre Häuser entlang der Kirche aufgeben und wurden in Richtung Westen versetzt - heute Klein Solschen.“

Heinemann sieht das Dorf sehr gut aufgestellt. „Die politische Situation mit der Wählergemeinschaft ist zukunftsfähig“, so seine Einschätzung. Und auch das dörfliche Leben komme in Solschen nicht zu kurz. Heinemann plant derzeit ein kleines Turmfest, denn er hat sich vor kurzem einen Turm auf seinem Wohnhaus bauen lassen, der einen perfekten 180-Grad-Blick über Solschen bietet.

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