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Ilsede Archäologische Sensation: Thomas Budde entdeckt die Ölsburg
Kreis Peine Ilsede Archäologische Sensation: Thomas Budde entdeckt die Ölsburg
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00:21 08.02.2019
Einer der Ansätze des mit dunkelgrauem Erdmaterial angefüllten Burggrabens im neuen Abwasser-Leitungsgraben für den Kindergarten (ganz unten). Die Abgrenzung vom anstehenden graugelben Lösslehm ist durch eine Linie verdeutlichet. Quelle: privat
Ölsburg

„Über die Ölsburg, die dem Dorf den Namen gab, wussten wir bis vor kurzem, abgesehen von der vermutlichen Lage, so gut wie nichts“, so Budde. Im Zuge der Erweiterung des Ölsburger Kindergartens gelang nun der archäologische Nachweis der Burg. Budde war von der Gemeinde Ilsede mit der Durchführung der archäologischen Bauleitung beauftragt.

Burg wurde zu Stiftsgebäude

Einer nicht mehr erhaltenen urkundlichen Nachricht zufolge soll die Witwe des Grafen Altmann von Ölsburg die Burg nach dessen Tod im Jahre 1002/03 in einen Chorherrenstift umgewandelt haben. Im 18. bis 19. Jahrhundert wurden die Ölsburger Stiftsgebäude und die Stiftskirche St. Caecilia niedergelegt. Die Burgstelle der Ölsburg ist am westlichen Rand der Fuhseniederung, zwischen den Straßen An der Fuhse sowie Kirch- und Burgstraße im ehemaligen Bereich des Stiftes zu lokalisieren.

„Aus der heutigen Topographie und historischen Karten lässt sich eine runde, leicht erhöhte Kernburg von circa 110 Metern Durchmesser – ohne Graben – erschließen“, erklärt Budde. Der nur im Nordwesten unterbrochene Straßenverlauf gibt vermutlich die Lage des zugeschütteten Burggrabens wieder.

Fund von Keramikscherben

Bei den tiefen Ausschachtungen für die Kindergartenerweiterung 2016 und 2017 wurde ab einer Tiefe von 1,70 Meter unter den Schuttschichten eine Einfüllung entdeckt, die auf den Burggraben hindeutete. In der Erdfüllung traten einige spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Keramikscherben auf, die auf eine erste Verfüllung des Burggrabens im 14./15. bis im 17. Jahrhundert schließen lassen.

Weitere Grabung durch private Spenden

Die baubedingten Grabungsarbeiten endeten an dieser Stelle. Um mit Gewissheit zu klären, ob tatsächlich der Burggraben angeschnitten worden ist, wurden anschließend private Spenden von Ölsburgern sowie Ortsratsmittel eingeworben, mit dem Ziel, Kleinrammbohrungen zu finanzieren. Die keineswegs sichere und somit bis zuletzt spannende Maßnahme – bis zu 6,50 Meter tief wurde gebohrt – erbrachte schließlich einen Erfolg. Auswertungen ergaben, dass es such um einen Spitzgraben handelte, der 5,70 Meter tief und an dieser Stelle gut 13 Meter breit gewesen ist. Zudem zeigte sich, dass der Graben wahrscheinlich erst im 19. Jahrhundert ganz zugeschüttet wurde.

„Es wäre sehr interessant und gar nicht schwierig, durch einen weiteren Suchschnitt zum Beispiel auch Erkenntnisse über den eingeebneten Burgwall zu gewinnen, der direkt innen an den Graben angeschlossen haben muss“, erklärt Budde abschließend.

Von Dennis Nobbe

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