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Ilsede Schulzentrum: SPD/Grüne wollen Elternbefragung abwarten
Kreis Peine Ilsede Schulzentrum: SPD/Grüne wollen Elternbefragung abwarten
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22:28 01.10.2014
In der Diskussion: Das Schulzentrum Ilsede.

Hintergrund der Debatte ist die Schulentwicklungsplanung des Landkreises, in der die Einrichtung einer IGS in Ilsede mit einer Außenstelle in Hohenhameln vorgeschlagen wird. Real- und Hauptschule sollen auslaufen, Gymnasien bleiben erhalten. Eben das wollen FBI und CDU verhindern - und auch Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD) steht den Vorschlägen kritisch gegenüber, womit er sich auf einer Seite mit den Schulleitungen im Ilseder Schulzentrum sieht.

Pädagogische Kritikpunkte sind unter anderem, dass nicht jedes Kind für eine integrierte Gesamtschule geeignet sei, sondern individueller Förderung bedarf, und dass die Außenstellenregelung altersübergreifendes Lernen und gemeinsame AGs verhindere. Zur Erklärung: Die Jahrgänge fünf bis acht sollen laut Planung in Hohenhameln, die Stufen neun bis dreizehn in Ilsede untergebracht werden. „Auch wenn das Gymnasium in Ilsede erhalten werden soll, muss man sich darüber im Klaren sein, dass jede zusätzlich eingerichtete Schulstufe die anderen Standorte schwächt“, so Brandes. Er appellierte an die Ilseder Ratsmitglieder, so lange der Schulentwicklungsplan vom Kreistag noch nicht beschlossen sei, „alle Kräfte zu bündeln und sich gemeinsam für den Erhalt des Schulzentrums in Ilsede einzusetzen sowie Bestrebungen kritisch zu begleiten, die zu einer Schwächung des Standortes Ilsede führen können.“

Noch einen Schritt weiter ging die FBI, die per Antrag von den Ilseder Kreistagsabgeordneten forderte, bis zur Vorlage einer vollständigen Schulentwicklungsplanung keinen weiteren Maßnahmen zur Veränderung der Schullandschaft zuzustimmen.

„Die Frage ist doch, was wollen die Eltern? Den Bedarf zu klären ist ganz wichtig“, begründete Jürgen Streichert (Grüne) die Mehrheitsentscheidung, den Antrag der FBI nicht zuzulassen und eine Elternbefragung abzuwarten. Er argumentierte zudem, dass die geringe Nachfrage bei Hauptschulen ein Problem sei, während Gesamtschulen nachgefragt würden. Auf die Kritik von Max Rother (Piraten), die Umfrage habe deutliche fachliche Mängel, argumentierte der Grüne, in NRW sei sie erfolgreich umgesetzt worden. Rainer Apel (SPD) fügte hinzu: „Wir sollten über die Zukunft des Schulzentrums gemeinsam mit Lahstedt entscheiden - nach der Fusion.“