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Schritt für Schritt zum eigenen Heim

Klein Ilsede Schritt für Schritt zum eigenen Heim

Die Einrichtung einer anthroposophisch ausgerichteten Behindertenwohn- und Arbeitsstätte in Klein Ilsede nimmt allmählich konkrete Formen an. Die Initiatoren Renate und Glen Plew und der Förderverein Acanthus führten jetzt etwa 60 interessierte Eltern von geistig behinderten Jugendlichen durch die künftigen Wohn- und Arbeitsräume des Bauernhofs von Edith Ahrens in Klein Ilsede.

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Spende für Acanthus: Manuela Vollmer (links) überreicht Arthur Asryan und Renate Plew einen Scheck.

Quelle: im

Ilsede-Klein Ilsede . Der beauftragte Hildesheimer Architekt und ein Wertgutachter geben sich zuversichtlich für den Umbau des 8500 Quadratmeter großen Areals. Gibt das Landessozialamt nach dem Baugutachten grünes Licht, wird über die Finanzierung des 1,5 Millionen-Euro-Projektes verhandelt.

„Zwei Drittel der Summe könnte durch das Land aufgebracht werden. Der Rest muss vom Förderverein per Spenden und Eigenleistungen finanzieren“, erklärt Renate Plew. „Wir haben jetzt bereits Anfragen von über 120 Elternpaaren mit geistig behinderten Kindern aus dem Kreis Peine, dem Raum Hildesheim, Walsrode und Hannover.“ Zurzeit sammelt der Verein unablässig Spenden – bei der Veranstaltung überreichte Manuela Vollmer, die ihren Sohn in der künftigen Einrichtung unterbringen möchte, eine Spende von 1011 Euro.

Der erste Bauabschnitt sieht Wohnungen für zunächst elf Betreute vor. Hinzu kommt eine Wohnung für die zukünftige Fachkraft und Heilpädagogin Sylvie Dudek und zwei weitere Mitarbeiter. „Ich sehe den Vorteil unserer Herangehensweise darin, dass wir bereits über die zukünftigen Betreuten und auch über das notwendige Betreuungspersonal verfügen und nur noch die bauliche Seite gemacht werden muss“, erklärt Glen Plew: „Das heißt: Sobald der Umbau fertig ist, kann es sofort losgehen.“

Anthroposophische Betreuungseinrichtungen mit Hauseltern finde man nicht in Niedersachsen. „Die Betreuten sollen hier in ruhiger Atmosphäre Weben, Töpfern oder Malen. Hinzu kommt das breite musikalisches Therapieangebot des Musiktherapeuten Artur Asryan“, erklärt Plew das Konzept. Im Hof-Café sollen die Artikel später verkauft werden. Außerdem können Pferdeboxen von privat gemietet werden. „Ausmisten und Streuen übernehmen die Betreuten.“ Die Arbeit mit Tieren habe einen stabilisierenden Wert.

Weitere Infos und die Daten zum Spendenkonto gibt es bei Renate und Glenn Plew, Telefon 05171/ 55836.

Björn Wulfes

Stichwort

Finanzierung

Die Einrichtung wird später durch Leistungen und Vergütungen vom Landessozialamt und dem Landesarbeitsamt getragen. Das Sozialamt finanziert die Übernachtungen der Betreuten im Wohnbereich und das Arbeitsamt den Arbeitsbereich. Je nach dem Grad der Behinderung sind maximal 1000 Euro im Monat pro Betreuten zu veranschlagen. Zunächst will die Einrichtung mit gut 20 Betreuten starten. Die monatliche Unterstützung läge bei etwa 25000 Euro. Die tatsächlichen Vergütungen müssen aber jährlich neu verhandelt werden. Mit diesen Leistungen muss der Förderverein Acanthus sämtliche laufenden Kosten des Hofes, Heizung, Strom, Verpflegung aber auch den Lohn der Betreuer und auch der Betreuten (etwa 100 Euro im Monat) bestreiten.

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